Zwei Tage in Coromandel: Tairua, Cathedral Cove und Hot Water Beach

Ein weiterer Tag in Auckland und Busfahrt nach Tairua auf der Coromandel-Halbinsel

Von unserer Hütte im Westen Aucklands ging es an Neujahr zunächst für eine Übernachtung zurück in die große Stadt. Wir wohnten in einem Hostel in Parnell, in der City Garden Lodge. Zwar gab es dort ein sehr gemütliches Wohnzimmer, es machte aber insgesamt einen eher unsauberen Eindruck und kann der Oaklands Lodge, in der wir vor Weihnachten wohnten, nicht das Wasser reichen. In Parnell sind wir die Parnell Road entlanggeschlendert, sind ein Stück durch den schönen Park Auckland Domain spaziert, haben Kaffee getrunken und zu Abend gegessen.

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In Neuseeland gibt es einige, zum Teil nur hier wachsende Baumsorten, die wundervoll blühen. Dieses Exemplar steht an der Parnell Road

Am nächsten Tag ging es weiter mit Nakedbus nach Tairua. Nakedbus ist ein Unternehmen, das günstige Busfahrten im ganzen Land anbietet, ein weiterer Anbieter ist InterCity. Und bevor Spekulationen aufkommen, möchte ich das T-Shirt des Busfahrers zitieren: „You don’t have to be nude to travel naked“. Die Fahrt war sehr angenehm und wir waren froh aus der Stadt raus zu sein und stattdessen die Natur Neuseelands sehen zu können.

In Tairua haben wir im Tairua Beach House gewohnt. Ein paar Meter mussten wir mit unserem Gepäck laufen, da das Hostel am Ortsrand liegt. Das Hostel hat ein bisschen Hippie-Flair, vielleicht liegt das auch nur an der Gastgeberin Dors, die das ausstrahlt. Neben Touristen (hier ausnahmsweise auch Neuseeländer) wohnten dort einige Work-and-Traveller, die im Ort arbeiteten.

Nach dem Check-In ging es erst einmal an den Strand. Natürlich mit Sonnencreme. Die Sonne in Neuseeland ist nämlich so stark, dass sich auch eingefleischte Kiwis ständig eincremen müssen. Das Wetter war traumhaft und die Wellen richtig hoch. Daher bin ich auch nur kurz im Wasser gewesen, da ich absolut keine Wasserratte bin (außer im Falle von 7 m hohen Wasserfällen und Rafting-Erlebnissen). Wir saßen noch eine Weile gemütlich am Strand und schauten den Surfern bei ihren Versuchen zu.

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Tina hat großzügig ihre Chips mit dieser Möwe geteilt.

Im Ort gibt es einen Supermarkt und das Hostel hat eine Küche, wir konnten uns also wieder super selbst versorgen.

Cathedral Cove und Hot Water Beach

Am nächsten Tag standen zwei Attraktionen der Region auf dem Programm: Cathedral Cove und Hot Water Beach. Zunächst haben wir aber noch Bekanntschaft mit einem süßen Haustier des Hostels gemacht.

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Da wir aber kein Auto haben, sind wir per Anhalter gefahren. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, meine letzten Tramp-Erfahrungen liegen schon paar Jahre zurück (dass Schulbusse auch immer so früh fahren mussten…). Es hat aber alles super geklappt und wir sind ohne Probleme zu unseren Zielen gekommen.

Vom Zentrum des kleinen Ortes Hahei sind wir losgelaufen, zunächst zu einem Parkplatz, von dem aus ein Wanderweg zum Cathedal Cove führt. Der Weg war wunderschön, es ging auf und ab, mitten durch die Natur und es gab immer wieder tolle Blicke auf das Meer und kleine Inseln.

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An manchen Stellen gab es Abzweigungen zu Stränden, die wir aber nicht wahrgenommen haben. Nach einer Dreiviertelstunde waren wir am Ziel. Cathedral Cove ist ein Strand. Das besondere ist aber die Kathedralen-Höhle (Cathedral Cave), ein vom Meerwasser ausgespülter Felsen, der in der Mitte des Strandes liegt. Wie ein Tunnel verbindet sie die beiden Strandabschnitte. Der Strand selbst ist auch sehr schön, allerdings sehr beliebt und gut besucht.

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Wer den Fußweg zu Cathedral Cove scheut, kann eine Bootstour dorthin machen oder ein Wassertaxi von Hahei aus nehmen.

Anschließend sind wir zum Hot Water Beach gefahren (worden). Von diesem Strand hatte ich viel gelesen und gehört und er war für mich die Motivation nach Coromandel zu fahren. Auf dem Strand gibt es heiße Quellen. Wenn Ebbe ist, kann man auf dem Strand ein Loch graben und sich einen eigenen Pool bauen. Das Ganze ist sehr bekannt, man kann überall Spaten ausleihen und die Zeiten für die Ebbe sind selbst in Nachbarorten angeschlagen. Daher waren wir mit hunderten von Menschen auf dem Strand.

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Die Zeit für das Erlebnis wird meist mit -1 bis +1 Stunde des Tiefststands der Ebbe angegeben. Wir waren ein bisschen zu spät und hatten keinen Spaten, aber ein bisschen Hoffnung, dass noch ein Platz frei wäre und wir einen Spaten beim Nachbarn ausleihen könnten. Der Strand war aber so voller Menschen, dass ein freier Platz nicht so einfach zu finden war. Außerdem begriffen wir jetzt erst das Prinzip des Ganzen. Das Wasser der heißen Quellen ist nämlich viel zu heiß, es kommt auf die richtige Mischung aus Meerwasser und heißem Wasser an. Das Meerwasser bekommt man automatisch, wenn man ein Loch buddelt, das heiße Wasser muss man dann dosiert zufließen lassen. Die besten Pools liegen also nahe an einer heißen Quelle und haben einen kleinen Zulauf.

Nachdem wir uns das Treiben ein bisschen angesehen hatten, fragten wir einfach ein paar nett aussehende Leute in unserem Alter, ob wir mit in ihren Pool dürften. Wir durften. Wie sich herausstellte hatten sie den besten Pool, denn sie waren schon zweieinhalb Stunden vor der angegebenen Zeit (statt der empfohlenen einen Stunde) am Strand gewesen. Wir hatten Spaß zusammen, ein bunter Haufen aus Kiwis, Südafrikanern und Amerikanern. Der Pool war richtig angenehm, er hatte ein schöne Whirlpool-Temperatur und der Poolmeister regulierte zwischendurch mit dem Spaten den Zulauf und ließ neues heißes Wasser ein. Wie in der Badewanne. Ein tolles Erlebnis!

Nach einem leckeren Kaffee im netten Hot Waves Café ging es zurück nach Tairua. Und am nächsten Morgen weiter nach Rotorua.

7 Kommentare zu „Zwei Tage in Coromandel: Tairua, Cathedral Cove und Hot Water Beach

    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Danke für den Tipp 😉 An Nakedbus finde ich gut, dass es sehr einfach ist. Bei InterCity muss man Stundenkontingente kaufen, das bindet einen dann gleich, wenn man sich vom Rabatt locken lässt. Ein heißer Tipps ist allerdings über InterCity die Fähre zwischen den Inseln zu buchen, das ist anscheinend günstiger als direkt beim Beitreiber zu buchen (wie wir das gemacht haben).

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  1. Oli

    Wow, das sind zwei wirklich beindruckende Strände. Ich muss wohl Neuseeland auch mal auf den Radar nehmen…

    Wie ist das eigentlich in dieser Höhle, wird die bei Flut nicht überschwemmt?

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    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Hi Oli!
      Ja, Neuseeland ist toll! Und die angeblich tollerere Südinsel haben wir noch vor uns. Zu Cathedral Cove habe ich das gefunden: „At high tide it gets a bit difficult getting through Cathedral cave – you have to swim – to visit the cove.“

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      1. Oli

        Vielen Dank für die Antwort, Björn. Ich dachte mir, dass es vielleicht gefährlich sein könnte, wenn das Wasser steigt während man in der Höhle ist. Es wäre dann ja je nach Form denkbar, dass man eingeschlossen wird und irgendwo in einer Luftblase ausharren muss.

        Du, noch eine andere Frage: Mir ist gerade aufgefallen, dass hinter deinem Namen steht, dass du das Artikelautor bist. Ist das fest mit deinem Theme verknüpft oder hast du dazu ein Plugin verwendet? Ich finde das nämlich noch praktisch.

        Gruss,
        Oli

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