Vom Wohnzimmer in die weite Welt: Wie uns eine Weltkarte inspirierte und was man sonst noch alles davon hat

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Es klingt banal, aber die Weltkarte über unserem Sofa ist für uns ein symbolischer Bestandteil unserer Weltreiseplanung geworden. Wir haben sie vor einem Jahr dort aufgehängt, einige Monate bevor wir uns zur Weltreise entschieden haben. Ob hier ein Zusammenhang besteht? Ich fand Karten in Wohnräumen schon immer toll. Warum eigentlich?

Die Welt ist groß und doch so klein

Der Begriff Weltreise klingt sooo groß. Beschäftigt man sich mit großen Reisen kommen große Zahlen dazu: zehntausende von Kilometern, tausende Euros und richtig lange Flüge. Im Gegensatz dazu zeigen Karten diese gewaltigen Dimension auf einer Fläche von 1-2 Quadratmetern. Das gewährt einem einen anderen Blickwinkel und nimmt ein bisschen Angst vor den Entfernungen. Um beispielsweise von Deutschland nach Australien zu kommen, muss man nur noch die beiden Zeigefinger an die Karte halten.

Man begehrt, was man täglich sieht

An dieses Zitat von Hannibal Lecter muss ich manchmal denken. Was macht es mit uns, wenn wir täglich die Welt im Wohnzimmer anschauen? Ich glaube, dass der tägliche Blick auf entfernte Ziele in uns etwas verändert hat. Also Vorsicht: Wer kurz vor dem Abschluss eines Bauauftrags fürs Eigenheim steht oder das Verhütungsmittel zwecks Kinderplanung abgesetzt hat, sollte sich das mit der Karte zweimal überlegen.

Spaß beiseite: Die Karte inspiriert wirklich. Sie macht Lust auf’s Reisen, egal ob ins benachbarte Bundesland oder um die ganze Welt.

Karten bilden und begeistern Gäste

Man kann eine Menge lernen von Karten, vor allem über Orte und Entfernungen. Auch so manche falsche Vorstellung kann man mithilfe einer Karte korrigieren. Ich hätte nicht gedacht, dass der südlichste Zipfel von Kanada auf Höhe von Südfrankreich liegt. Und dass die Nordhalbkugel wesentlich mehr Landmaße hat als die südliche. Ich wusste nicht wie bestimmte Länder geografisch aussehen, wo diese genau liegen und an welche Nachbarländer sie angrenzen. Ich habe immer wieder neue Dinge entdeckt und es macht jedes Mal Spaß.

Wenn wir Besuch haben oder ich selbst bei anderen zu Besuch bin, habe ich immer wieder erlebt, wie Gespräche an Karten stattfanden. Ob auf WG-Partys zu Studentenzeiten oder jetzt in unserem Wohnzimmer – Karten sind Magnete: Ich war da schon mal, hier will ich mal hin, wusstest du, dass… Für Gesprächsstoff ist erstmal gesorgt.

Dabei ist nicht entscheidend, dass es die Welt ist. Der selbe Effekt tritt bei Deutschland- oder Europakarten auf.

Landkarten helfen bei der Planung und sehen einfach gut aus

Nicht nur bei der Weltreise haben wir die Karte bei der Planung einbezogen. Auch bei kleineren Reisen haben wir vorher eine Karte an die Wand gehängt, z.B. von New York. Es verschafft einem ein besseres Gesamtbild als Google Maps.

Tipp: Öffentliche Büchereien verleihen neben hilfreichen Reiseführern häufig auch Karten.

Last but not least macht so eine Karte natürlich auch optisch was her. Und ist zeitloser als ein Poster von Tokio Hotel. Hier geht’s zu unserer Karte von Michelin.

Ein Kommentar zu „Vom Wohnzimmer in die weite Welt: Wie uns eine Weltkarte inspirierte und was man sonst noch alles davon hat

  1. Timo

    Ich habe in meiner Bude in Hamburg Karten in jeden Raum hängen: Die ganze Welt, Europa und auch eine riesige Deutschlandkarte. Meine Mitbewohner und ich nennen sie spaßeshalber immer unsere „Fernseher“ – weil wir so viel Zeit davor verbringen 🙂

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