Stopover in Singapur: In 2 Tagen die Stadt erkunden

Reiseroute und Übernachtung im Hostel „Tree In Lodge“

Zugegeben, nur unsere Flugroute hat uns hierhergeführt. Wir haben wenig von der Stadt erwartet, die in Erzählungen von anderen Reisenden häufig auf eine Shopping-Stadt reduziert wurde. Und wir hatten uns nicht gut vorbereitet, wussten kaum, was die Stadt zu bieten hat. Am Ende hat uns die Stadt sehr positiv überrascht und wir möchten diesen Kurzabschnitt in unseren Reiseerfahrungen nicht mehr missen.

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Die vielen Wolkenkratzer sind ein Markenzeichen Singapurs. Aber die Stadt hat noch viele weitere Gesichter.

Unsere Unterkunft war das Hostel Tree in Lodge. Das Hostel fanden wir aufgrund seiner hervorragenden Bewertung auf Hostelworld. Wir können nur zustimmen. Es hat uns gut gefallen, ist sehr gepflegt und strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit. Als wir uns nach dem Check-In auf den Weg machen wollten, die Stadt zu erkunden, fragten wir kurz nach ein paar Tipps. Eine halbe Stunde später waren wir bestens gerüstet. Wir hatten einen Stadtplan mit vielen Kringeln, X-en und Notizen zu ca. 20 interessanten Orten, darunter auch zahlreiche vegetarische Restaurants. In den beiden Tagen haben wir uns fast ausschließlich diese Dinge angeschaut. Wer wie wir unvorbereitet nach Singapur kommt, sollte einfach im Tree in Lodge wohnen und nichts kann mehr schief gehen. Uns gefiel außerdem sehr, dass wir im Hostel gegen eine Kaution eine aufladbare Chipkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ausleihen konnten. Mit so einer Karte ist das Fahren mit Bus und Bahn so einfach. Großartig, dass das Hostel diese uneigennützig verleiht.

Chinatown, Little India und Kampong Glam

Singapur hat drei große ethnische Viertel: Chinatown, Little India und das arabische Viertel Kampong Glam. Innerhalb dieser Viertel fühlt es sich an, als hätte man die Stadt verlassen und wäre in einem fremden Land. Das Aussehen der Straßen, Gebäude und Menschen ändert sich. Die gesprochene Sprache ist plötzlich nicht mehr Englisch. Wo Downtown mit glamourösen Shoppingcentern auftrumpft, sind es hier traditionelle Geschäfte mit entsprechender Kleidung, Lebensmitteln, Möbeln usw.

Die erste Station unserer Entdeckungstour war Chinatown. Bereits nach wenigen Minuten fühlten wir uns komplett verloren, nachdem wir uns in ein als Shoppingcenter umfunktioniertes Parkhaus verirrt hatten. Wir kamen uns ein bisschen wie Eindringlinge vor. Wenn man möchte, kann man in Singapur schnell in eine andere Welt eintauchen. Uns war wohler, die Straßen entlang zu schlendern und so das Flair des Viertels aufzusaugen.

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Mittagessen im vegetarischen Restaurant auf der teils überdachten Smith Street

Danach fuhren wir weiter nach Little India. Auch hier waren wir sofort in einer anderen Welt. Hier hatten wir bereits eine Ahnung, was Singapur ausmacht: Das nebeneinander. Die Menschen hier sind so verschieden und haben eine unterschiedliche Herkunft, aber leben zusammen, akzeptieren sich und sind Teil einer multikulturellen Stadt.

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Auch das arabische Viertel Kampong Glam gefiel uns sehr gut, vor allem die bunte Mischung aus vielen kleinen Geschäften, Cafés, Restaurants und der Sultan Moschee.

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Licht- und Wassershow „Wonder Full“

An unserem ersten Abend haben wir uns die Licht- und Wassershow Wonder Full an der Marina angesehen. Die Show findet jeden Tag statt, je nach Wochentag 2-3 Mal, und der Eintritt ist frei. Wir waren sehr früh da und konnten uns Plätze aussuchen, kurz vor Beginn wurde es dann aber recht voll. Die Show ist eine Kombination aus Wasserspiel und Laser-/Lichtprojektion. Unter anderem werden Filmsequenzen auf die Fontänen projiziert. Das sieht schon ziemlich cool aus.

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Während der Show hatten wir eine tolle Sicht auf die Skyline. Da wir früh da waren, konnten wir verfolgen, wie die Wolkenkratzer langsam von der Nacht umhüllt wurden.

Moderne Architektur

Auffällig ist die moderne Architektur der Stadt. Hier gibt es Gebäude, die wir uns nicht hätten vorstellen können.

Mehrfach sind wir am Parkroyal Hotel vorbeigekommen. Die Bäume auf dem gläsernen Wolkenkratzer finde ich persönlich sehr spannend. Für mich sind sie Sinnbild der modernen Stadtarchitektur, die versucht, bewusster mit der Natur und Energie umzugehen.

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Das ArtScience-Museum ist in Form einer Lotus-Blüte gebaut.

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Das Resort Marina Bay Sands setzt dem ganzen die Krone auf: Hoteltürme mit gigantischem, schiffsförmigen Dachgarten, sowie eine riesige Shopping-Mall.

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Und weil sie so schön ist, hier noch einmal die Skyline in der Abenddämmerung.

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Alt und neu im harmonischen Miteinander

Nicht alle Gebäude in Singapur sind ultramodern. Zwischen den gläsernen Wolkenkratzern finden sich einige architektonische Zeitzeugen der Stadtgeschichte.

Das Raffles Hotel, benannt nach dem Gründer des modernen Singapurs, wurde im Jahr 1887 im Kolonialstil erbaut.

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Ein neues Gebäude in altem Stil ist das im (Neo) Art Deco erbaute Parkview Square. Vor dem Hotel finden sich einige in Bronze gegossene Berühmtheiten.

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Der Boat Quay ist so alt wie das moderne Singapur selbst, das im Jahre 1819 gegründet wurde.

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Neue Bürotürme, altes Schiff. Im Hintergrund das Luxus-Resort Marina Bay Sands

Film ab

Zu guter Letzt wieder ein Augenschmaus für die Freunde des Bewegtbildes

5 Kommentare zu „Stopover in Singapur: In 2 Tagen die Stadt erkunden

  1. Bischi

    Was für eine Architektur, hammer! Sieht nach einer wirklich faszinierenden Stadt aus. Viel Spaß weiterhin!

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  2. Mucki

    Ich muss doch noch mal einen stopover machen, ich war nur 1 1/2 Tage da , viel zu kurs und auch lange her. Tolle photos love the video- viel spass noch

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  3. Pingback: 3 Tage in Hongkong - Björns Reiseblog

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