Schnorchel-Tour zu den Whitsunday Islands und zum Great Barrier Reef – welcher Anbieter ist der beste?

Australien ist ein Schnorchelparadies. Das weltberühmte Great Barrier Reef bietet dabei wahrscheinlich die besten und meisten Spots, aber auch die Whitsunday Islands haben einiges zu bieten. Mit zwei großartigen Bootstouren haben wir diese beiden Ziele erleben können. Mit welchen Anbietern wir die Touren gemacht haben und nach welchen Kriterien wir diese ausgewählt haben, möchte ich im Folgenden beschreiben.

Mit der S.V. Domino von Airlie Beach zu den Whitsunday Islands

Die Whitsunday Islands sind eine Inselgruppe mit 74 einzelnen Inseln. Es ist das Segelparadies Australiens. Um Schnorcheln zu können und die Inseln mit ihren Traumstränden besuchen zu können, muss man eine der zahlreichen Bootstouren buchen. Die meisten Touren starten vom Ort Airlie Beach aus. Um sich im Labyrinth der Anbieter zurechtzufinden, hier ein paar Kriterien:

  • Ziele der Tour. Je nach Anbieter werden 1-3 der Inseln angefahren. Viele Touren fahren den Whitehaven Beach an
  • Bootsart: Vom schnellen Motorboot (tendenziell mehrere Ziele) bis zum Segelschiff ist alles dabei
  • Partyboot mit Musik oder eine eher ruhige Atmosphäre
  • Anzahl der Gäste
  • Aktivität: Schnorcheln, Tauchen, Strand
  • Preis
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Das Segel der S.V. Domino. Das Schiff ist in Neuseeland gebaut worden.

Unsere Wahl fiel auf den Anbieter S.V. Domino. Aufgefallen war uns dieser durch die gute Bewertung auf TripAdvisor. Dabei handelt es sich um einen sehr kleinen Anbieter (genauer gesagt ein Ehepaar), der einen Ausflug mit einem Segelschiff zur Black Island und zum Bali Hai Reef anbietet. Er fährt also nur ein Ziel an, dafür ist man mit nur 8 Gästen auf dem Boot. Es herrscht eine sehr persönliche Atmosphäre. Der Preis liegt etwas über dem Schnitt, aber immer noch im Rahmen.

Die Fahrt mit dem Boot dauert hin und zurück jeweils ca. 1,5 Stunden, abhängig vom Wind. Während der Fahrt sitzt man auf dem Deck. Das ist nicht so gemütlich, dafür ist es aber ein richtiger Segelausflug. Während der Fahrt ist man teils im Schatten des Segels, trotzdem sollte man mit Sonnencreme nicht sparen. Ich hatte nachher einen fürchterlichen Sonnenbrand.

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Am Zielort setzt man zunächst mit einem Schlauchboot auf eine kleine Insel über. Von dort aus wird dann ca. 1-1,5 Stunden geschnorchelt. Der Anbieter stellt die Ausrüstung. Da noch Saison für gefährliche Quallen (Stinger season) war, gab es sexy Schutzanzüge.

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Unsere Basis. Von hier aus ging es ins Wasser.

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Sexy #1

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Sexy #2

Während des Schnorchelns habe ich keine Fotos gemacht. Zum einen hatte ich keine Unterwasserkamera, zum anderen glaube ich nicht, dass ich das Gesehene auch nur annähernd hätte einfangen können. Die Unterwasserwelt zu erleben ist einmalig. Die schillernden Farben der Korallen und der Fische sind auf Fotos einfach nicht das gleiche. Wir waren überwältigt von der Vielfalt, die wir zu sehen bekamen, vor allem von den Korallen in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Die Sicht war sehr gut und das Riff in einem guten und gesunden Zustand.

Nach dem Schnorcheln gab es Essen. Das Essen ist bei den meisten Tourenanbietern inklusive. Für unsere kleine Gruppe gab es liebevoll zubereitetes Essen von der Ehefrau.

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Bevor es dann zurückging, hatten wir noch ein bisschen Zeit für einen Inselspaziergang.

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Die gute Bewertung auf TripAdvisor können wir nur bestätigen. Die persönliche Atmosphäre war sehr angenehm und die Betreiber sind sehr sympathisch. Wir wurden bestens bewirtet (auch während der Fahrt).

Enttäuschung beim Schnorcheln in Bowen

Im Internet hatten wir von einem angeblichen Geheimtipp gelesen. In Bowen, einem Küstenort nicht weit von Airlie Beach soll man vom Strand aus schnorcheln können. Das ist etwas Besonderes, denn an anderen Orten muss man immer eine (teure) Bootstour buchen, um schnorcheln zu können.

Leider war das Schnorcheln in Bowen für uns ein Reinfall, denn die Bedingungen fürs Schnorcheln waren an diesem Tag sehr schlecht. Die See war etwas unruhig. Wir konnten nicht überall Schnorcheln, und dort wo es ging, haben die Wellen den Sand im flachen Wasser aufgewirbelt und die Sicht wurde dadurch sehr trüb. Wir haben kaum etwas sehen können. Die Leihgebühr für die Ausrüstung (50 AUD inkl. Stinger-Anzug) hat sich nicht gelohnt.

Wir haben an diesem Tag gelernt, dass man die Bedingungen fürs Schnorcheln immer prüfen sollte, egal ob in Bowen oder auf einer Tour. Dabei kommt es nicht nur auf den Sonnenschein an, sondern auch auf den Seegang. Wenn es möglich ist, sollte man erfragen, ob sich das Schnorcheln an einem bestimmten Tag lohnt.

Mit Silverswift von Cairns zum Great Barrier Reef

Von Cairns aus haben wir eine Tour zum Great Barrier Reef gemacht. Cairns ist sehr bekannt dafür, da es sehr nahe am Reef liegt. Von anderen Orten gibt es zwar auch Touren, die dauern aber länger, und je länger man auf See ist, desto eher wird man seekrank. Im Internet finden sich einige unschöne Geschichte dazu.

Es gibt noch mehr Touren-Anbieter als es bei den Whitsundays der Fall ist. Die obige Kategorisierung lässt sich auch hier anwenden.

Es gibt in Cairns zahlreiche Shops, in denen man eine Tour buchen kann. Die Angestellten kennen sich meist gut aus und können bei der Auswahl helfen. Unsere Wahl fiel auf den Anbieter Silverswift, der drei Schnorchelspots anfährt. Die Spots liegen am äußeren Rand des Riffs, wodurch die See tendenziell ruhiger ist und eine weitere Sicht unter Wasser möglich ist.

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Die Tour hat uns sehr gut gefallen. Sie war super organisiert und es fiel kaum auf, dass mehr als 60 Gäste auf dem Boot waren. Das wurde dadurch erreicht, dass Schnorchler und Taucher (ca. halb und halb) getrennt instruiert wurden und zu verschiedenen Zeiten gegessen haben. Das Buffet war sehr gut!

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Unser Guide war sehr freundlich und amüsant. Neben den Instruktionen zum Equipment gab er Erklärungen zum Riff und zu den Tieren, die unter Wasser zu sehen sind.

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Bevor es ins Wasser ging, bekam jeder passendes Equipment.

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Von einer Plattform aus kam man komfortabel ins Wasser.

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Durchatmen über Wasser.

An allen drei Orten hatten wir jeweils 45-60 Minuten Zeit. Das Wasser war klar, die Sicht super und das Erlebnis unter Wasser einfach einzigartig. An allen drei Orten gab es zahlreiche Korallen und Fische. Vor allem die Tierwelt war vielfältiger als an den Whitsundays. Wir haben eine riesige Schildkröte gesehen und am dritten Ort gab es eine geführte Tour, auf der wir einen Clownfisch zu sehen bekamen. Andere Gäste haben zudem Riffhaie gesehen.

Für mich ging ein Wunsch in Erfüllung, denn Schnorcheln hatte ich mir als Erlebnis auf unserer Reise vorgenommen. Das Great Barrier Reef ist dafür ein großartiger Ort.

6 Kommentare zu „Schnorchel-Tour zu den Whitsunday Islands und zum Great Barrier Reef – welcher Anbieter ist der beste?

  1. Katrin

    Auf den Whitsundays bin ich für immer für andere Strände verdorben worden – hab bis jetzt noch keinen weisseren, feineren Sand gefunden und kleine Rochen gesehen, die durchs flache Wasser glitten… schön, dass ihr da wart! Hab leider vergessen, dass ich euch auch noch für die Ostküste ein paar Sachen schicken wollte… Das Schnorcheln war bei mir super, weil wir sehr ruhiges Wetter hatten: habt ihr auch die Papageienfische unter Wasser an den Steinen knabbern gehört?

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  2. Lisa L.

    Hallo ihr zwei, das hört sich ja beides nach einem richtig tollen Erlebnis an! Welche Schnorcheltour würdet ihr denn persönlich mehr empfehlen? Wir haben leider kein besonders großes Budget und versuchen daher gerade, uns irgendwie zu entscheiden 🙂 Viele Grüße aus Coffs Harbour, Lisa & Jens von travelbites.de

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    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Hallo Lisa!
      Beide Touren hatten ihre Vor- und Nachteile. Eine generelle Empfehlung kann ich leider nicht geben. Schreib gerne per Kommentar, wofür du dich entschieden hast.
      Viele Grüße
      Björn

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  3. Günter M

    Hallo Björn,
    auch am GBR habt Ihr alle die Anzüge an. Quallen gibt es aber dort doch nicht, oder?
    viele Grüße
    Günter

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    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Das weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht wollen die Betreiber einfach das (geringe) Risiko ausschließen. Falls du mehr dazu herausfindest, schreib es gerne hier als Kommentar.

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