Tag 3 – Schlendern durch The City: Union Square, SoMa, Haight Ashbury, Castro

Der vorherige Tag war anstrengend. Heute soll es gemächlicher zugehen. Ich versuche wieder Kaffee zu kochen. Der Kaffee ist aber immer noch zu schwach, obwohl ich mehr Pulver nehme. Das Geheimnis wird sich noch lüften.

Wir fahren zunächst mit der Muni. Eine Fahrt kostet 2 $, das Ticket ist dann 90 Minuten gültig. Man muss passend bezahlen! Die Muni ist ein fahrendes Museum mit alten Straßenbahnwaggons aus der ganzen Welt: http://www.sfmta.com/about-sfmta/our-history-and-fleet/sfmta-fleet/historic-streetcars. Die Wagen sind toll anzuschauen. Sie haben die unterschiedlichsten Farben, Formen, Herkunftsländer und Alter. Jede Bahn trägt ein Schild, auf dem steht, woher sie kommt, und es sind Städte auf fast allen Kontinenten.

muni

Wir fahren in das Viertel rund um den Union Square. Wir steigen bei Powell aus. Hier befindet sich einer der Abfahrtpunkte für die berühmten Cable Cars. Wir sehen, wie ein Cable Car ankommt und bis zum Ende auf eine Plattform fährt, die dann samt Cable Car vom Fahrer manuell gedreht wird. Das sieht schon irre aus und die alten Wagen sind auch sehr schön. Aber viele Passagiere passen nicht auf einen Wagen und die Warteschlange (ausschließlich Touristen) ist so lang, dass wir für eine Fahrt bestimmt eine halbe Stunde anstehen müssten. Wir begnügen uns mit den visuellen Eindrücken und gehen weiter die Powell Street hoch.

cable_car

In diesem Viertel gibt es alle bekannten Läden, aber auch paar coole Läden, die wir aus Deutschland nicht kennen. Viele Leute sind unterwegs, wir kommen an edlen Designerläden vorbei. Hohe Bürotürme komplettieren das Bild.

powell_street

Nach einer kurzen Shoppingtour besuchen wir erneut AT&T. Wir haben immer noch nur EDGE-Geschwindigkeit. Versuche, das Problem durch Anpassung der APN-Verbindungdaten zu lösen (hierzu gibt es viele Forumsbeiträge), scheiterten. AT&T hat ein großes Kundencenter an der Market Street (auch hier sind die Menschen freundlich!). Doch uns kann niemand helfen, es liege am Smartphone. Ich habe ein Samsung Gio, schon ein bisschen älter, es läuft noch mit Android 2.2.1. Später recherchiere ich nochmal zu dem Thema. Anbieter werben nur mit dem Begriff 3G (3rd Generation). Dahinter verbirgt sich aber eine konkrete Implementierung, in Deutschland ist das UMTS und 3G ist für mein Smartphone kein Problem. Vielleicht wird in den USA eine andere Technologie eingesetzt, auch wenn der Wikipedia-Artikel zu GoPhone sagt, dass es UMTS sei. Wir geben also auf und akzeptieren die EDGE-Geschwindigkeit für den gesamten Urlaub. Das bedeutet, dass Surfen nur in wichtigen Fällen sinnvoll ist, da es sonst zu lange dauert. Das bedeutet auch, dass unser Paket mit 1GB Datentransfer überdimensioniert ist. 250 MB hätten es auch getan. Das Empfangen von E-Mails funktioniert allerdings super, da hier die Geschwindigkeit keine Rolle spielt.

Wir essen zu Mittag im Wholefood Market an der 4th Street. Neben Supermarktartikeln gibt es hier ein reichhaltiges Selbstbedienungsbuffet mit einer großen Auswahl an kalten und warmen Speisen. Es wird nach Gewicht berechnet. Wir sind hungrig und nehmen etwas zu viel. Aber es ist superlecker. Es gibt Gratis-WLAN, aber mit einer sehr schlechten Verbindung.

Danach schlendern wir ohne Plan durch das SoMa (South of Market) Viertel. Es ist nicht so berauschend. Die hippen Cafés gibt es hier nicht an jeder Ecke. Letztendlich landen wir aber in einem, der Howard Street Coffee Roastery. Der selbstgeröstete Kaffee ist lecker. Lustig ist, dass das Café keine eigene Toilette besitzt. Man darf die Toilette einer Behörde im selben Gebäude benutzen. Das bedeutet allerdings, dass man dafür durch eine Sicherheitsschleuse muss.

howard_street_coffee_roastery

Wir fahren mit der Muni ins berühmte Hippie-Viertel Haight-Ashbury. Zunächst gehen wir ein paar Meter von Osten in den Golden Gate Park, aber hier hängen eine Menge abgewrackter Leute rum und der Park spricht uns nicht so an. Danach laufen wir die Haight Street entlang. Man ahnt hier den Hippie-Flair vergangener Tage. Wir sehen ein Schild an einem Haus, dass hier Jimmy Hendricks gewohnt hat. Es gibt viele Geschäfte, die Wasserpfeifen verkaufen.

haight_ashbury

happy_high_herbs

Wir laufen bis zum Corona Heights Park, wo man vom Gipfel des Hügels eine tolle 360°-Sicht hat und San Francisco überblicken kann.

corona_heights_park

Von dort aus sehen wir auch schon das Castro-Viertel. Das Viertel ist uns noch im Gedächtnis aus dem Film „Milk“ (» Amazon). Wir laufen dorthin und machen Pause im Starbucks. Wir laufen am Kino Castro Theatre vorbei, das einen guten Eindruck macht. Hier laufen neben aktuellen Filmen auch ältere Kultfilme.

castro

Abend sind wir immer noch ein wenig erschöpft vom Jetlag und fallen ohne Abendessen ins Bett.

Kosten
Mittagessen im Whole Food Market 27 $
Kaffee in Howard Street Coffee Roastery 5,50 $
Starbucks 7 $
Muni 12 $
Unterkunft 95 $

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