Rotorua, Waimangu Volcanic Valley und Kaituna River Rafting

Rotorua Central Backpackers und Kuirau Park

Von Tairua sind wir nach Rotorua gefahren. Dort haben wir im Rotorua Central Backpackers gewohnt. Das Hostel war sehr nett und sauber. Es gibt ein Lesezimmer mit Sofas. Von der Küche aus gelangt man direkt zu einem kleinen Außenbereich, wo wir bei meist gutem Wetter unsere Mahlzeiten eingenommen haben.

Am ersten Abend von insgesamt dreien in Rotorua sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Das begann sehr nett, denn durch das Fenster eines anderen Hostels erkannten wir einen der beiden Österreicher, die wir in Auckland kennengelernt hatten. Wir tauschten uns kurz über die letzten Tage aus. Sie erzählten von einer sehr enttäuschenden Busreise in die Gegend von Neuseeland, die nördlich von Auckland liegt. Ob es am Reiseunternehmen Stray, am Busfahrer oder am Reisebüro lag: Manche Orte wurden nicht so angefahren, wie versprochen. Zum Beispiel gab es am ersten Tag statt einer Pause mit Möglichkeit zum Schnorcheln nur eine 10-minütige Pinkelpause. Wir verabredeten für den nächsten Abend.

Unser Spaziergang führte uns in den Kuirau Park. Rotorua ist bekannt für seine geothermische Aktivität. In dem Park, der direkt in der Stadt liegt, aber auch an einigen Orten um die Stadt herum gibt es heiße Quelle. Es blubbert und dampft und…, nun ja, es stinkt. Über der Stadt liegt ein leichter Schwefelgeruch, auch bekannt als der Geruch nach faulen Eier. Aber davon sahen wir gerne ab, denn was wir in Rotorua und Umgebung zu sehen bekamen war schon sehr spannend und sehenswert. Durch den Park führt ein Fußweg vorbei an vielen heißen Quellen und sogenannten Mud Pools – kleine blubbernde Schlammbecken.

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Hier blubbert und dampft es…

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… und riecht dabei nicht so gut. Wie die Einwohner das nur aushalten? Aus Gesprächen ging hervor, dass man sich daran gewöhnen kann.

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Wie im Film kam diese Szenerie daher. Fehlt nur ein Zombie, der aus dem Nebel herauskommt.

Danach haben wir noch einen vegetarischen Burger gegessen. Rotorua hat ein gutes kulinarisches Angebot im Zentrum. Wir waren im Nando’s.

Waimangu Volcanic Valley

Am nächsten Tag haben wir das Waimangu Volcanic Valley besucht. Dabei handelt es sich um ein Tal, durch das ein Wanderweg führt, vorbei an vielen aktiven geothermischen Stellen. Es gibt viele heiße Quellen, die dampfen und sprudeln, wunderschöne Seen, auch diese Teils sehr aktiv. Und die unterschiedlichsten Farben entlang des Weges aufgrund diverser Schwefelverbindungen.

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Es fing harmlos an. Bei solchen Seen muss ich immer an die Krombacher-Werbung denken.

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Hier sprudelt das heiße Wasser in Form einer kleinen Fontäne aus dem Boden. Und der hat irre Farben.

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Der weiße Boden sah aus wie Schnee.

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Das Schöne an dem Park ist die Kombination aus Wandern und Sehen. Wir konnten unser eigenes Tempo gehen. Es hatte leicht geregnet, vielleicht war deshalb kaum was los. Sehr angenehm! Der Eintritt kostete 34,50 $. Der Shuttle aus Rotorua kostet fast nochmal so viel, obwohl der Ort nur 20 Minuten entfernt ist. Wir sind hingetrampt und durften auf dem Rückweg mit dem Mitarbeiterbus mitfahren.

Abends haben wir mit unseren Bekannten ein Bier getrunken. Wir waren im Fat Dog Café, welches sehr kreativ und alternativ eingerichtet ist. Uns hat es sehr gut gefallen.

Rafting auf dem Kaituna River bei Okere Falls

Als uns jemand vor einiger Zeit von einem 7 m hohen Wasserfall erzählte, den man mit einem Schlauchboot herunterfahren kann, wurde ich ganz hellhörig. Ich bin keine Wasserratte und auch nicht adrenalinsüchtig, aber irgendwie hat mich das angesprochen. Als ich dann noch las, dass dieser Wasserfall (Tuteas Fall) der höchste kommerziell befahrene Wasserfall der Welt ist, war die Sache für mich klar. Tina brauchte noch eine Weile um sich ebenfalls zu begeistern, aber dann buchten wir eine Tour mit Rotorua Rafting (95 $ pro Person, Shuttle vom Hostel in Rotorua inklusive).

Wir wurden zusammen mit anderen Touris an unseren Hostels und Hotels in Rotorua mit einem Bulli eingesammelt und zum Kaituna River gebracht. Vor Ort gab es erst einmal die Ausrüstung: für alle Helm, Schwimmweste und Neoprenschuhe, optional Fliespullover oder Neoprenanzug. Unsere Sachen wurden in einem Raum eingeschlossen. Wir fuhren erneut mit dem Bulli zum Beginn der Rafting-Strecke. Während der Fahrt gab es die ersten Instruktionen, vor allem für den Fall, dass jemand aus dem Boot fällt oder das Boot umkippt. Jetzt wurde mir doch ein bisschen mulmig.

Noch lachen wir...

Noch lachen wir…

Dann ging es ab in das Boot. Auch hier wurde uns nochmal einiges erklärt, vor allem, dass die größten Verletzungen nicht durch den Fluss oder den Wasserfall entstehen, sondern durch unachtsames Herumfuchteln mit dem Paddel. Bevor wir zu den ersten Stromschnellen oder Wasserfällen (es gibt auf der Stecke noch ein paar kleinere) kamen, übten wir das Festhalten (Hold On) und das Ducken (Go Down). Ersteres für die Stromschnellen, letzteres vor allem für die Hauptattraktion, den Tuteas-Wasserfall.

Unser Guide war sehr nett, ein richtiger Spaßvogel, der aber auch Verantwortung ausstrahlte. Den Wasserfall haben wir ohne Zwischenfall gemeistert. Es wumst schon ein bisschen, wenn man unten ankommt. Danach durften wir kurz ins Wasser zum Abkühlen. Die Tour dauerte knapp über eine Stunde.

Da wir während der Tour keine Fotos machen konnten, habe ich ein Bild aus dem Internet genommen, um einen visuellen Eindruck zu vermitteln.

Weiterfahrt nach Raglan

Mittlerweile sind wir in Raglan gelandet, einem Surfer-Ort an der Westküste. Hier riecht es gut.

2 Kommentare zu „Rotorua, Waimangu Volcanic Valley und Kaituna River Rafting

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