Roadtrip Australien Teil 2: Von Brisbane nach Cairns

Sunshine Coast: Märkte in Eumundi und Noosa und jede Menge Strand

Von Brisbane haben wir zunächst die Sunshine Coast angesteuert. Allein schon wegen des vielversprechenden Namens wollten wir hierhin. Nach vielen km auf dem Highway hatten wir Sehnsucht nach dem Meer und schönen Stränden.

Im Internet fand Tina Informationen zu Märkten, die in dieser Gegend stattfinden. In Eumundi findet samstags ein großer Markt statt, auf dem es Klamotten, Kunst und vieles mehr zu kaufen oder anzuschauen gibt. Es gibt auch einige Essensstände, aber uns zog es in das Restaurant Bohemian Bungalow. Samstagmittags gibt es hier Livemusik. Das Restaurant hat einen angenehmen Charakter, der gut zur beschaulichen und doch modernen Ausstrahlung des Ortes passt. Auch wenn hier kein Markt ist, lohnt sich ein Boxenstopp.

australien_eumundi_market

australien_eumundi_bohemian_bungalow

Am Sonntag besuchten wir einen Bauernmarkt in Noosa. Hier gibt es jede Menge Essbares, einiges davon ist biologisch in der Region angebaut. Alles sah super lecker aus. Es gab auch einen Stand mit „deutschem“ Brot, an dem wir ein Kürbiskernbrot gekauft haben. Das Brot hat gut geschmeckt, es ist aber eher als australische Abwandlung der heimischen Backware zu sehen: Beim Schneiden ließ es sich zusammendrücken wie ein Gummiball.

australien_noosa_farmers_market

australien_noosa_farmers_market_german_bakehouse

Unseren Wunsch, mehr Meer und Strand zu sehen, konnten wir uns mehrfach erfüllen. An der Sunshine Coast aber auch weiter nördlich. Wenn wir nicht gerade mit dem Metalldetektor unterwegs waren, haben wir uns hier auch mal gesonnt.

australien_strand_1

australien_strand_2

australien_strand_3

Freies Camping und tolle Naturerlebnisse

Wir nutzten weiterhin die Smartphone-App WikiCamps um Campingplätze zu finden. Durch die Kommentare und Bewertungen anderer Benutzer fanden wir einige schöne Orte. An einem Ort konnten wir uns morgens mit einem Bad im Fluss erfrischen. Da es freier Platz war, hätte es eine Dusche als Alternative auch nicht gegeben.

australien_flussbad

Ein andermal haben wir diesen schönen Sonnenuntergang gesehen. Der Preis dafür waren allerdings viele Mücken. Irgendwie haben die es trotz geschlossener Fenster und Moskitonetze in unseren Bulli geschafft und uns fast in den Wahnsinn getrieben.

australien_st_lawrence

Airlie Beach

Airlie Beach ist das wunderschöne Segelparadies Australiens. Für viele Touristen ist es der Ausgangspunkt für eine Bootstour, häufig mit Schnorchel- oder Stranderlebnis. Auch wir haben eine solche Tour gemacht, die ich in einem separaten Artikel beschrieben habe.

Auch vom Ort selbst aus kann man tolle Blicke aufs Meer erhaschen.

australien_airlie_beach_look_out

Blick vom „Lions Lookout“

australien_airlie_beach_tina_strand

Strand nicht weit vom Zentrum

Unsere Zeit hier haben wir auf dem Campingplatz Island Gateway Holiday Park verbracht. Vor allem die vielen Kakadus und Loris sind uns in Erinnerung geblieben. Täglich findet eine Fütterung statt, zu der unzählige Vögel kommen, aber auch sonst sind stets viele Exemplare auf dem Platz. Neben ihrem wunderschönen Aussehen haben sie auch gesanglich einiges zu bieten.

australien_airlie_beach_bird_feeding

australien_airlie_beach_bird_feeding2

Warten auf den Zyklon in Babinda

Mit schnellen Schritten bzw. Radumdrehungen näherten wir uns der Stadt Cairns, wurden dann aber plötzlich ausgebremst. Eine Zyklonwarnung wurde ausgerufen. Der Zyklon Ita bewegte sich vom Meer aus auf die australische Küste nördlich von Cairns zu. Zwar waren wir in Babinda, südlich von Cairns, wir befanden uns aber bereits im Gebiet, das von den Behörden als gewarntes Gebiet deklariert wurde. Wir versuchten herauszufinden, was nun das beste für uns sei. Aber niemand ließ sich zu einer Aussage hinreißen. Es herrschte auch bei den Einheimischen eine leichte Nervosität. Wir entschieden uns solange in Babinda zu bleiben, bis das gröbste überstanden ist. Zurecht, denn auch hier ging es richtig ab. Auf Rat eines städtischen Angestellten siedelten wir vom Campingplatz auf den Sportplatz um, auf dem wir sogar einen Unterstand fanden. Es regnete lange Zeit wie aus Eimern. Ein angrenzender Fluss trat so über die Ufer, dass dicke Äste über das Rugbyfeld schwammen. Auch wenn wir weit vom Zentrum des Zyklons weg waren und dieser während der Tage schwächer wurde, konnte wir ein bisschen erahnen, was die Bedrohung durch tropische Wirbelstürme für die Bevölkerung bedeutet.

australien_babinda_sportplatz

Der Ort Babinda ist sehr sympathisch. Ein freier Campingplatz mit gepflegten und modernen sanitären Einrichtungen lädt zum Bleiben ein. Das FJ’s Café hat uns sehr gut gefallen.

Cairns und das Great Barrier Reef

Schließlich schafften wir es nach Cairns. Hier brummt der Tourismus aufgrund der Nähe zum Great Barrier Reef. Zurecht! Für uns war ein Schnorchel-Ausflug zum Reef eins der Highlights unseres Australien-Aufenthalts. Wir hatten Glück, dass sich das Meer nach dem Zyklon so schnell beruhigt hatte.

Cairns selbst hat uns auch gefallen. Der Kern der Stadt ist fußläufig zu meistern und dabei kommt man immer wieder an der schönen Uferpromenade vorbei. Hier befindet sich auch die Cairns Lagoon, ein frei zugängliches Schwimmbad. Aufgrund gefährlicher Quallen ist an vielen australischen Stränden das Schwimmen für mehrere Monate im Jahr nicht möglich. Daher haben einige Kommunen sogenannte Lagunen eingerichtet, die meistens kostenlos zur Verfügung stehen.

australien_cairns_tina_uferpromenade

australien_cairns_lagune

Mir hat außerdem das Museum KickArts Contemporary Arts sehr gut gefallen. Mit einem nicht-typisch-australischen Vergnügen haben wir unseren Aufenthalt in Cairns abgeschlossen, und zwar bei Go Bowling. So kamen wir auch in Berührung mit dem sehr guten Busnetz der Stadt, da wie den Campingbus (ohne Schäden, juhu!) bereits abgegeben hatten.

australien_cairns_bowling

Darwin

Bevor wir Australien verlassen haben und uns in Richtung Thailand aufgemacht haben, waren wir noch zwei Tage in Darwin. Der Grund liegt primär darin, dass wir günstig fliegen wollten und uns für eine Kombination aus drei Einzelflügen entschieden haben: Cairns – Darwin – Singapur – Chiang Mai. So sind wir innerhalb von 4 Tagen dreimal geflogen und haben Darwin und Singapur in jeweils zwei Tagen kennengelernt.

Das Zentrum von Darwin ist fest in den Händen der Touristen. Darunter sind viele junge Backpacker und das Partyangebot ist sehr groß. Wir waren aufgrund der Reisestrapazen (zwei der drei Flüge zwangen uns zu unmenschlichen Aufstehzeiten) nicht ganz so in Feierlaune und haben unser Glück eher außerhalb der Stadt gefunden. Eine kurze Busfahrt entfernt liegt der Ort Parap, in dem ein schöner Markt stattfand. Auf dem Fußweg zurück kamen wir am Museums and Art Galleries of the Northern Territory vorbei sowie am Mindil Beach. Letzterer ist ebenfalls bekannt für seinen Markt, der aber saisonbedingt noch nicht stattfand.

australien_darwin_strand2

australien_darwin_strand

Von Darwin ging es weiter nach Singapur und damit auf einen neuen Kontinent. Wir freuten uns sehr auf die kommende Zeit.

Die Ostküste Australiens in 94 Sekunden

Tina hat unsere Eindrücke in Form eines kurzen Videos zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen!

3 Kommentare zu „Roadtrip Australien Teil 2: Von Brisbane nach Cairns

  1. Julia

    Hallo ihr beiden, ich bin beim stöbern zufällig auf eurer Seite gelandet. Mein Freund und ich reisen im Oktober los. Wir haben eine ähnliche Route, allerdings kürzer. Es macht richtig Spaß euren Blog zu lesen und schon mal ein paar Tips zu sammeln! Viel Spaß weiterhin!
    Liebe Grüße

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.