Roadtrip Australien Teil 1: Von Sydney über gestreichelte Kängurus nach Brisbane

Apollo-Campervan und Linksverkehr

In Sydney haben wir unseren Campervan bzw. Campingbus abgeholt, den wir einige Wochen zuvor reserviert hatten. Unser Anbieter heißt Apollo und das Modell Hitop. Wie die meisten in Australien vermieteten Campervans ist das Fahrzeug ein Toyota Hiace. Der Hitop ist so hoch, dass wir in der Mitte stehen konnten, er hat eine Spüle mit Wassertank und Wasserpumpe, einen Kühlschrank und einen Gasherd.

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Apollo gehört zur selben Gruppe wie Hippie Camper oder Cheapa und ist innerhalb dieser Gruppe das Flaggschiff. Das bedeutet, dass die Vans ein paar Dollar mehr kosten, aber auch die neuesten Fahrzeuge vermietet werden. Unser Fahrzeug war gerade mal ein halbes Jahr im Einsatz und alles war top in Schuss. Beeindruckend war, dass eine Kamera integriert ist, die beim Rückwärtsfahren unterstützt. So etwas kann man bei Hippie oder Cheapa sicherlich nicht erwarten.

Wir haben das Basispaket genommen und damit die höchste Selbstbeteiligung im Schadensfall. Das sind 5000 AUD, für meinen Geschmack etwas hoch, aber um die Selbstbeteiligung auf 2500 AUD oder weniger zu senken, sind unverhältnismäßige Mehrkosten pro Tag fällig. Was zudem bescheiden ist: Die Selbstbeteiligung wird in Form einer Kaution hinterlegt. Wer, wie wir, mit einer deutschen Kreditkarte bezahlt (Barzahlung ist nicht möglich), der zahlt die Kosten für beide Überweisungen und das sind aufgrund der unterschiedlichen Währungen bis zu 400 AUD! Da einem das Ganze bei der Abholung erklärt wird, hatte dies einen faden Beigeschmack, obwohl ansonsten alles super gelaufen ist und optimal vorbereitet war. Im Preisvergleich mit der Tourism Holding Limited (Britz, Maui, Mighty, KEA) schneidet Apollo besser ab. Nach diesem Bericht von Worldtripnews fallen dabei ähnlich hohe Gebühren für die Kreditkartennutzung an.

Den Linksverkehr in Sydney haben wir gut gemeistert. Auch wenn wir in Neuseeland nicht selbst Auto gefahren sind, hat unsere Praxis dort als Mitfahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger dazu beigetragen, dass wir bisher recht sicher in Australien unterwegs sind.

Unsere Reiseplanung: Strecke und Campingplätze

Während unserer Fahrt planten wir maximal zwei Tage im Voraus, allerdings mit einem groben Plan im Kopf. Der sah vor, dass wir entlang der Küste fahren. Wir wollten die Strecke von Sydney nach Brisbane etwas schneller fahren, um mehr Zeit an der Sunshine Coast und im tropischen Norden verbringen zu können. Aufgrund der langen verfügbaren Zeit, konnten wird die Fahrt entspannt angehen und sind selten mehr als 300 km an einem Tag gefahren. Im Gegenteil, es gab einige Tage, an denen wir den Wagen gar nicht bewegt haben.

In Australien gibt es tausende Campingplätze. Ein Roadtrip durch das Land ist eine sehr beliebte Art des Reisens. Neben den normalen Campingplätzen, die Strom, Wasser und Duschen anbieten, gibt es viele Gratisplätze, die manchmal nur eine Toilette haben. Unsere Strategie sollte sein, diese beiden Arten von Campingplätzen abwechselnd anzufahren. Der Bulli hat einen Wassertank und eine zweite Batterie für den Kühlschrank, so dass wir problemlos zwei Nächte ohne Strom/Wasser verbringen konnten. Mit diesem Vorgehen konnten wir auf Erfahrungen zurückgreifen, die wir während unseres unseres Bullitrips durch Skandinavien gesammelt hatten.

Campingplätze haben wir mit der Smartphone-App WikiCamps gesucht. Über die App hat man Zugriff auf eine riesige Datenbank von Campingplätzen (freie und nicht-freie). Nutzer können die Plätze bewerten und kommentieren, was sehr hilfreich bei der Suche nach schönen Plätzen ist.

Erste Übernachtung und Weinprobe im Hunter Valley

Zwei Stunden nördlich von Sydney liegt das Hunter Valley, bekannt vor allem als Weinanbaugebiet. In einem kleinen Ort namens Broke haben wir die ersten beiden Nächte auf einem Gratis-Campingplatz verbracht. Wir wurden vertraut mit dem Bulli und mit dem abendlichen und morgendlichen Umbau zwischen Ess- und Schlafbereich. Aus Tisch wird Bett und vice versa.

In Hunter Valley gibt es hunderte vor Winzern. Meistens bieten diese Weinproben an. Cellar Doors wird es genannt, wenn man (meist) unangemeldet vorbeikommen kann, um die angebotenen Weine zu kosten. Vom Campingplatz war es nicht weit bis zu Mount Broke Wines, wo wir eine Hand voll Weine probieren konnten.

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Dort wurden wir darüber aufgeklärt, dass die edlen Weine von kleinen Winzern nichts mit den kräftigen Weinen aus dem Supermarkt gemein haben. Mit einer Flasche Semillon im Gepäck gingen wir zum Campingplatz zurück.

Wer gleich mehrere Weingüter besuchen möchte, kann bei zahlreichen Anbietern eine Tour buchen.

Bonny Hills und Billabong Koala Wildlife Park in Port Macquarie

Unsere nächste Station war der Ort Bonny Hills, wo wir auf dem Campingplatz BIG4 Bonny Hills Holiday Park übernachteten. Wir haben die Gunst der Stromzufuhr genutzt und viel gearbeitet. Abends haben wir Strandspaziergänge gemacht.

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Auf unserem Weg Richtung Norden kamen wir an der Stadt Port Macquarie vorbei, wo es einen tollen Zoo gibt, den Billabong Koala Wildlife Park. Das Aushängeschild sind die Koalabären. Die schlafen fast den ganzen Tag, aber wir fanden ein waches Exemplar. Am Nachmittag gab es die Möglichkeit, einen Koala zu streicheln. Ganz schön borstig, diese Tiere. Im Zoo gibt es auch Wombats, die nah mit den Koalas verwand sind.

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Beeindruckend war Shrek, das shrekliche Krokodil. Als es Mittagessen für den „Kleinen“ gab, wurde das in Form einer kleinen Show zelebriert. Shrek sollte ein bisschen was tun für seinen Happen. Den ganzen Tag auf der faulen Haut zu liegen, ist im nicht gestattet.

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Hier sieht man, wie groß Shrek ist.

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Und hier sieht man, warum man ihm nicht in freier Wildbahn gegegnen will.

Unser persönliches Highlight waren aber die Kängurus. Denn diese kann man hier füttern und streicheln. Ich fand das sooo toll, dass ich mich mit der Fotoauswahl sehr schwer tue. Hier also die volle Packung:

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Der Besuch des Zoos hat sich absolut gelohnt. Die Kängurus waren so süß. Und in der freien Wildbahn haben wir bisher wenige gesehen. Dafür um so mehr tote Kängurus am Straßenrand, die von Autos angefahren wurden. Durch den Besuch des Zoos können wir positive Erinnerungen an die hüpfenden Beuteltiere mit nach Hause nehmen.

Byron Bay und Brisbane

Nach Raglan in Neuseeland und dem Bondi Beach in Sydney kamen wir erneut an einen berühmten Surferort: Byron Bay. Auch wenn wir selbst noch nie (ja, immer noch nicht) gesurft sind, ist die entspannte Atmosphäre dieser Orte sehr ansprechend.

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Byron Bay zeichnet sich durch ein hohes Aufkommen an Surfmodegeschäften und VW-Bussen aus. Und einen guten Frisör.

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Haare ab.

Auf dem Campingplatz in Byron Bay haben wir das erste Mal einen Grill benutzt. Solche Gasgrills stehen in Australien vielerorts frei zur Verfügung. Nicht nur auf Campingplätzen, sondern auch an öffentlichen Picknickplätzen.

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Von Byron Bay ging es nach Brisbane, wo wir zwei Nächte auf einem stadtnahen Campingplatz verbracht haben. Zufällig fand an dem Wochenende UR.BNE, ein kleines Kulturfestival statt. So kamen wir nach einem Bummel durch die Stadt in den Genuss eines Konzerts.

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Lichtinstallation im Rahmen von UR.BNE.

2 Kommentare zu „Roadtrip Australien Teil 1: Von Sydney über gestreichelte Kängurus nach Brisbane

  1. steilz.

    Oh ja, Campen in Australien das wäre noch was für uns. Das ist noch was , das wir auch noch könnten, hm aber der Linksverkehr! Wir beneiden euch!!!!!!!!!

    Antworten
  2. Pingback: Liebster Award Teil 2: Meine Nominierungen und ganz viel Berlin - Björns Reiseblog

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