Meine 12 Tipps für eine Reise nach New York

Die folgenden Tipps wenden sich an alle, die New York besuchen wollen. Für alle anderen kann ich vorweg noch eine weitere Empfehlung aussprechen: Besucht New York! Die Stadt ist wahnsinnig aufregend. Für mich ist es eine Weltstadt, die jeder einmal besuchen sollte. Zumindest jeder, der nicht grundsätzlich Städten gegenüber abgeneigt ist. Es sind einfach so viele Dinge dort zu sehen, die wir alle von Kindestagen an kennen: Time Square, Central Park, Freiheitsstatue, Wall Street, Empire State Building, Chrysler Building, Rockefeller Center, Ground Zero, Brooklyn Bridge, Broadway, Flat Iron Building… Auch ohne Reiseführer ist eigentlich jeder durch die Medien und durch Hollywood schon Tourismus-Experte für New York, zumindest was die Hauptattraktionen betrifft. Und all diese Sachen kann man in wenigen Tagen live sehen. Wahnsinn!!

Aber die Stadt ist auch anstrengend! Laut und schnell. Niemand sollte erwarten hier Erholungsurlaub machen zu können. Unter den folgenden Tipps sind auch welche die zeigen, wie man zwischen durch einen Gang herausnehmen kann. Wir waren 9 Tage lang in New York.

Vorbereitung mithilfe einer Stadtkarte

Wir haben nicht alles durchgeplant und vor allem keinen minutiösen Zeitplan gemacht. Aber es gibt in New York so viel zu sehen, dass man sich vorher damit auseindersetzen sollte, was einen interessiert. Wir haben das mithilfe einer Karte gemacht, auf der wir alle interessanten Orte markiert haben. Am Ende haben wir natürlich nicht alle besucht, aber wir hatten eine Übersicht und konnten so besser entscheiden, wie wir die Stadt erkunden wollen.

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In Brooklyn wohnen

Manhattan ist das A und O. Zumindest wenn man Sex and the City glauben darf. Außerhalb von Manhattan zu wohnen gleicht einen sozialen Abstieg. Ich sage: Bullshit!

Dabei will ich gar nicht darauf hinaus, dass Brooklyn mittlerweile auch hip ist und Williamsburg in aller Munde ist. Ich will darauf hinaus, dass man in Brooklyn je nach Lage in die U-Bahn steigt und in 10 Minuten später in Manhattan ist. Diese 10 Minuten können 100 € Hotelkosten jeden Tag sparen. Denn die Hotels und Hostels in Manhattan sind so teuer, dass ich bei meiner ersten Recherche dachte ich hätte mich mit dem Umrechungsfaktor vertan.

Wir haben im New York Loft Hostel gewohnt. Das war damals gerade neu und auch noch unglaublich preiswert. Die Preise sind zwar gestiegen, aber immer noch günstig. In ein paar Minuten ist man an der Subway-Station Morgan Avenue, 11 Minuten später in Manhattan. Wenn man dort überhaupt hin will. Williamsburg, der Prospect Park (hier gibt es manchmal Open Air Konzerte) oder die schönen Brownstone-Häuser sind reizvoll und man muss nicht jeden Tag die Fahrt über den East River antreten.

Ein weiteres Hostel, in dem eine Freundin von mir zu letzt gewohnt hat, ist Luke’s Place. Auch das hat eine super Lage.

Brooklyn-Motiv mit Charme: Wasserspeicher auf einem Dach

Brooklyn-Motiv mit Charme: Wasserspeicher auf einem Dach

Verrückte New Yorker gibt es auch in Brooklyn. Tischtennisspieler in einem Schaufenster

Verrückte New Yorker gibt es auch in Brooklyn. Tischtennisspieler in einem Schaufenster

Flüge

Bei der Flugsuche nicht nur den John F. Kennedy International Airport (JFK) berücksichtigen, sondern auch den Newark Liberty International Airport (EWR). Der liegt zwar in New Jersey, aber von dort aus ist man genauso schnell in der City wie vom JFK aus. Und Flüge dorthin sind oft günstiger.

Fotosafari an der Brooklyn Bridge

Bereits am ersten Abend sind wir ans Ufer des East Rivers auf Höhe der Brooklyn Bridge gefahren. Was wir dort gesehen haben, war einfach toll. Die Bridge und die Skyline von Manhattan in der Dämmerung sind dankbare Motive und wir haben uns an den Kameras richtig ausgetobt. Aber auch ohne Kamera war es einfach ein Augenschmaus die Tausende von Lichtern anzusehen.

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So viel Licht inspiriert einfach zu künstlerischen Versuchen

So viel Licht inspiriert einfach zu künstlerischen Versuchen

Ein andermal sind wir zu Fuß über die Bridge gelaufen und haben mit langer Belichtung gespielt, so dass die Autos nur als Lichtstreifen zu erkennen sind.

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Chillen im Central Park

Das beeindruckendste am Central Park für mich ist die Größe. Denn der Park ist 4,07 x 0,86 km groß, so groß wie die gesamte Innenstadt einer mittelgroßen deutschen Stadt. Während sich die New Yorker jahrzehntelang im Bauen der höchsten Gebäude gemessen haben, blieb der Central Park erhalten. Der Gegensatz aus Beton und Grün in New York ist einfach toll.

Den Central Park kann man gut einplanen, um ein bisschen runterzukommen. Hier kann man die Anstrengung einer New York-Reise ausblenden. Wir haben hier ein kleines Picknick gemacht.

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Ansonsten gibt es hier natürlich auch eine Menge zu sehen. Wir haben uns das Strawberry Fields John Lennon Memorial angesehen. Aber auch die Menschen hier sind eine Attraktion. Unverhofft trafen wir auf eine Gruppe Tangotänzer, wenig später auf Rollschuhtänzer im Stil der 70er.

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Das John Lennon Memorial im Central Park wurde gerade gereinigt als wir da waren. Aber auch das hatte seinen Reiz, die pinken Gasmasken passen doch ausgezeichnet in die Kulisse

Das John Lennon Memorial im Central Park wurde gerade gereinigt als wir da waren.

New York zu Fuß erkunden: einfach schlendern und sich treiben lassen

Einen Tag lang sind wir ziemlich lange in Manhattan herumgelaufen. Wir hatten keinen richtigen Plan und haben doch so viel gesehen. Wir haben und einfach treiben lassen. Wenn wir zwischendurch mal auf die Karte geschaut haben und gesehen haben, dass ein bekannter Ort nur einen Block entfernt ist, sind wir kurzerhand hingelaufen.

Das ganze war ganz schön anstrengend, denn wir sind viele Kilometer gelaufen. Am Ende haben wir eine Mischung aus Alltäglichem und Touristenattraktionen gesehen, es ging durch Wohnviertel, vorbei an Schulhöfen und Baseballfeldern und über belebte Straßen. Ein Highlight war der Streetballcourt The Cage an der West 4th Street.

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Näher sind wir der Freiheitsstatue nicht gekommen, man kann schließlich nicht alles machen.

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Time Square. Verrückter Ort. Hier gibt es sogar Liegestühle auf denen man sich ausruhen kann und das bunte Lichtermeer bestaunen kann.

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Häufig in Filmen gesehen, hier Alltag: Feuerleitern.

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Flat Iron Building

The High Line

The High Line (offizielle Webseite | Wikipedia) ist ein Park, der auf einer stillgelegten Hochbahntrasse angelegt wurde. Er befindet sich im Westen von Manhattan. Der Park ist für mich eine besondere Attraktion gewesen, da er das urbane mit der Natur auf besondere Weise verbindet. Die Baumaterialien wurden sorgfältig ausgewählt und verweisen auf die ursprüngliche Nutzung als Bahnstrecke.

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Jones Beach

Auf Empfehlung eines in New York wohnenden Freundes sind wir der Stadt einen kompletten Tag entflohen. Wir sind mit der Bahn (der richtigen Bahn, nicht der Subway) aus der Stadt heraus gefahren an den Jones Beach. Tagsüber haben wir am Atlantikstrand gelegen und abends ein Konzert im Jones Beach Theater gesehen. Die Tickets für das Konzert von Nine Inch Nails und Jane’s Addiction waren verhältnismäßig günstig.

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Auf dem Dach des Rockefeller Centers – Top of the Rock

New York vom Dach eines der großen Wolkenkratzer zu sehen ist Touristenpflichtprogramm. Das Empire State Building und das Rockefeller Center sind die bekanntesten Orte hierfür. Viele wollen auf das Empire State Building, da es das höchste Gebäude ist, wir waren aber auf dem Rockefeller Center. Zum einen wartet man nicht ganz so lange bis man hoch kann, und nur hier hat man einen sensationellen Blick auf den Central Park.

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MoMA oder ein anderes weltberühmtes Museum

Wir waren im MoMA (Museum of Modern Art) aber es gibt viele weitere berühmte Museen. Eins sollte man sich meiner Meinung nach schon ansehen. Die Museen sind teilweise sehr begehrt. Wir waren bereits vor der Öffnung morgens da, ansonsten muss man mit Wartezeit rechnen. Das MoMA hat noch einen zeitgenössischen Ableger in Queens, den wir ebenfalls gesehen haben.

Joseph und ich im MoMA

Joseph und ich im MoMA

Hell’s Kitchen Flea Market

Wir waren auf dem Hell’s Kitchen Flea Market, eine schöne Abwechslung zu den glamourösen Modemeilen. Auch wenn man hier nichts kauft, kann man hier auf visuelle Entdeckungstour gehen.

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Flohmarkthalle in Manhattan

Street Art

Wer sich für Street Art und Alltagskunst begeistern kann, kommt auf seine Kosten. Beim Schlendern durch New York bekommt man tausende Eindrücke.

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14 Kommentare zu „Meine 12 Tipps für eine Reise nach New York

  1. Bärbel

    Danke für die Verlinkung und herzliche Grüße! In Sachen Top of the rocks sind wir uns ja einig. Ansonsten: Ich fand NYC nicht soooo laut und hektisch, im Gegeteil: hatte es härter erwartet. Vielleicht ist man, wenn man aus dem Bnosai-New-York Frankfurt am Main kommt, schon irgendwie trainiert…

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  2. Katrin

    Danke fürs Verlinken und toller Artikel über New York. Da bekomme ich gleich wieder Lust in den Flieger zu steigen!
    Viele Grüße
    Katrin

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  3. Nele

    Vielen Dank für den tollen und ausführlichen Artikel Björn! Ist wirklich alles drin was man wissen muss!
    Ich hab letztens mein Fernweh nach New York etwas mit Souvenirs von Loveny.de gestillt 🙂

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  4. Sonja

    Eine sehr schöne Zusammenstellung! 🙂 9 Tage ist für eine Reise nach New York eine ganz gute Zeit wie ich finde, denn leider besteht sonst die Gefahr, dass man New York einfach komplett falsch wahrnimmt, wenn man immer nur Zeit für die vielen berühmten Sehenswürdigkeiten hat. Dabei ist New York noch so viel mehr und mit ein paar Tipps und Tricks kann man auch in kurzer Zeit das Beste aus dem Trip herausholen 🙂

    Liebe Grüße,
    Sonja von http://www.jointhesunnyside.de

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  5. Thomas

    Hallo Björn,

    danke für die Tipps! Ich war mittlerweile schon drei mal in New York. Schade das ihr die Freiheitsstatue nicht von nahem gesehen habt. Wenns am Eintrittrsgeld lag hättet ihr die Staten Island Ferry nehmen können. Das Schiff fährt sehr nahe an der Freiheitsstatue vorbei. Eine Stunde für die Hin- und Rückfahrt muss man allerdings einplanen.
    Auf unserem Blog geben wir Tipps, wie man auch ohne Geld tolle Sehenswürdigkeiten in New York entdecken kann: http://www.einfachrausgehen.de/kostenlose-sehenswuerdigkeiten-in-new-york/

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  6. Lara&Marie

    Lieber Björn! du hast uns sehr für ein Referat in Englisch geholfen! Ich hoffe du hattest aufjedenfall eine schöne Zeit!
    Lg Lara und Marie

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