Kambodscha: Eine Woche in Siem Reap und Besuch von Angkor Wat

Fahrt nach Siem Reap und Unterkunft im Green Home Guesthouse

Von der laotischen Grenze in der Nähe der 4000 Inseln sind wir mit einem Minibus nach Siem Reap gefahren. Die Fahrt mit dem Anbieter AVT ging über eine neuere Strecke im Norden von Kambodscha und dauerte „nur“ 7 Stunden.

Bereits aus dem Auto bekamen wir einige Eindrücke, die ich leider nicht fotografisch festhalten konnte. Die Häuser entlang der Straße waren meist sehr einfach und erinnerten uns an Laos, es fiel aber auf, dass mehr Holz als Bambus verbaut wird. Neu waren für uns gigantisch überladene Motorroller. Man stelle sich vor, unsereins packt einen VW Sharan bis zur Oberkante voll, das wird hier locker mit einem Roller transportiert. Sehr schräg.

In Siem Reap haben wir die ganze Zeit im Green Home Guesthouse gewohnt. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt, vor allem da unser Zimmer ein eigenes privates Wohnzimmer hatte.

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Das Guesthouse verleiht gratis Fahrräder an die Gäste. Davon haben wir häufig Gebrauch gemacht und sind damit auch zum Angkor Wat gefahren.

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Nie wurden wir so häufig mit „Tuk Tuk?“ angesprochen wie hier. Die Lösung: Eine Fahrrad ausleihen und schon fällt man aus der Zielgruppe.

Alltag

Bevor es zum Angkor Wat ging (der Ungeduldige darf gerne „vorspulen“), haben wir einige eher alltägliche Tage in Siem Reap verbracht. Essen, Trinken und Arbeiten haben uns zu einigen sehr schönen Orten geführt. Mehrfach waren wir hier:

Phare, the Cambodian Circus

Bevor es zum Angkor Wat ging (der Ungeduldige darf gerne „vorspulen“), haben wir Phare, the Cambodian Circus besucht. Er wurde uns bereits auf der Fahrt nach Siem Reap sehr herzlich empfohlen. Zurecht, der Zirkus ist wirklich toll. Es ist ein reiner Akrobatikzirkus, es gibt keine Tiere. Die Artisten haben es wirklich drauf und bei manchen Kunststücken stockt einem fast der Atem. Das Ganze ist zudem sehr liebevoll aufgemacht und dahinter steckt ein wohltätiger Zweck.

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Mit dem Fahrrad zum Angkor Wat

Endlich sind wir auch zum Angkor Wat gefahren, schließlich ist Angkor Wat der Grund für uns und die meisten Reisenden, überhaupt nach Siem Reap zu kommen.

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Angkor Wat ist nicht nur ein Tempel, sondern eine  gigantische Tempelanlage, die auch Angkor Archäologischer Park genannt wird. Viele Besucher lassen sich mit dem Tuk Tuk über das Gelände fahren, wir haben uns aber für eine Fahrt mit dem Fahrrad entschieden.

Der Vorteil war für uns, dass wir so selbst bestimmen konnten, wie wir den Tag verbringen, also in welchem Tempo wir uns was anschauen. Zwar geht das mit einem privaten Tuk-Tuk-Fahrer auch, aber ein bisschen fremdbestimmt ist man dann ja doch. Außerdem lieben wir das Fahrradfahren.

Der Nachteil ist, dass das Areal so groß ist, dass man mit dem Rad nur die kleine Runde schafft. Das sehe ich aber nicht wirklich als Nachteil, denn sich alle Tempel anzuschauen ist dann doch ein bisschen viel und es wäre schade, wenn man sich gegen Ende der Tour nur noch wünscht, dass diese vorbei ist. Ein bisschen sportlich ist die Radtour außerdem, da Angkor Wat 8 km vom Zentrum Siem Reaps entfernt ist.

Wichtig: Man muss das Eintrittsticket für Angkor Wat am Haupteingang des Geländes kaufen. Wir sind leider zunächst zu einem Nebeneingang gefahren und mussten noch mal ein paar Kilometer extra fahren, um diesen Fehler zu korrigieren.

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An den Tempeln, die teils über 1000 Jahre alt sind, kann man sich nicht satt sehen. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken und manchmal fühlt es sich an, als wäre man Lara Croft oder Indiana Jones, wenn man durch das Gelände streift.

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Aber Angkor Wat besteht nicht nur aus Steinen. Das Gelände befindet sich in eindrucksvoller Natur. Ein Grund mehr, sich für das Fahrrad zu entscheiden.

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Ein paar Pausen haben wir zwischendurch eingelegt und uns das alltägliche Treiben angeschaut. Verdursten muss man nicht, es gibt überall Verkaufsstände.

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Tankstelle mit Flaschen statt Zapfsäulen

Angkor Wat ist an manchen Orten sehr touristisch und Verkäufer, darunter auch viele Kinder, versuchen mit allen Mitteln, ihre Ware zu verkaufen. Das nervt ein bisschen, trübt aber nicht das gesamte Erlebnis. Der Ausflug lohnt sich absolut. Nicht umsonst kommen Besucher aus der ganzen Welt hierher.

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 Weiterflug nach Vietnam

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir die Busfahrten in Laos und nach Kambodscha auf den Keks gingen. Ich kann im Bus nicht lesen oder arbeiten, da ich sonst Kopfschmerzen bekomme. Natürlich sieht man ein bisschen was vom Land, das würde ich aber nicht überbewerten, schließlich sieht man primär Hauptstraßen. Also habe ich mich dafür eingesetzt, dass wir nach Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) geflogen sind. Ein bisschen teurer, aber für mich definitiv nerven- und gesundheitsschonender als mit dem Bus.

Leider haben wir von Kambodscha letztendlich nur Siem Reap gesehen. Das war richtig toll und ich kann die Stadt nur empfehlen. Das Land hat natürlich noch einiges mehr zu bieten. Wir müssen also irgendwann noch mal wieder kommen.

6 Kommentare zu „Kambodscha: Eine Woche in Siem Reap und Besuch von Angkor Wat

  1. Mathias

    Hallo Björn,
    habe deinen Blog entdeckt, weil ich mich über Angkor Wat informieren wollte. Deine Bilder sind sehr toll, gute Leistung! 🙂
    Ich habe meinen Flug im November nach Bangkok bereits gebucht, ich mache eine Rundreise für 3 Wochen durch Vietnam. Jetzt bin ich noch am Überlegen, ob ich noch einen Abstecher nach Siem Reap bzw. Angkor Wat vor oder nach Vietnam machen sollte. Wie viele Tage sollten denn für Siem Reap bzw. Angkor Wat minimal eingeplant werden? Mein Hauptaugenmerk liegt eigentlich auf Vietnam, aber wenn ich deine Bilder so sehe, wäre ich natürlich auch gerne dort. 🙂

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und viel Spaß mit diesem hübschen Blog! *thumbs up*
    Mathias

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    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Hallo Mathias!

      Vielen Dank für das Kompliment, das freut mich! Zu deiner Frage, wie lange man für Siem Reap einplanen sollte: Wenn man nicht viel Zeit zur Verfügung hat, ist es theoretisch möglich, Siem Reap einen sehr kurzen Besuch, sagen wir mal von 2 Tagen, abzustatten. Praktisch kommt aber das Problem der An- und Abreise hinzu. Man sollte sich dann genau anschauen, wie lange man im Bus sitzt, ob das Tag- oder Nachtbusse und welchen Komfort man erwarten kann. Vielleicht ist es dann sinnvoll noch einen Tag länger zu bleiben, damit man von den Busfahrten nicht zu erschöpft ist.

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten
      1. Mathias

        Besten Dank für die schnelle Antwort, das ging ja echt fix. 🙂
        An- und Abreise würde vermutlich per Flugzeug geschehen, da die Zeit ansonsten relativ knapp ist.
        2- 3 Tage könnte ich mir durchaus noch aus den Rippen schlagen und von Vietnam dann abzwicken, aber könnte dann auch vielleicht bisschen hektisch werden.
        Bus ist mir wohl zeitlich zu aufwendig. Müsste aber nochmals genau schauen, wie viel die Flüge kosten. Vermutlich ist Siem Reap vom Flughafen relativ teuer.

        Vielen Dank für deine Antwort,
        Mathias.

        Antworten
  2. Daniel

    Hi Björn,

    du bzw. ihr scheinst ja richtig Glück gehabt zu haben, was die Menschenmassen angeht. Da war ja anscheinend nichts los ;). Ich war Anfang des Jahres dort und da war es teilweise sehr überlaufen, besonders Angkor Wat.
    Ihr müsst auf jeden Fall noch mal nach Kambodscha, ich war da zwei Wochen, während meiner kleinen Weltreise und Kambodscha hat mir mit am besten gefallen.
    Grüße Daniel

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  3. Darius

    Hallo Björn,

    Wirklich schöne Bilder hast du hier.
    Wir finden übrigens auch, dass es nicht darauf ankommt, jeden Stein in Angkor gesehen zu haben. Das bedeutet puren Stress und man bekommt nichts mit von der wundervollen Stimmung abseits der Hauptattraktionen. Auf unserer Reise durch Kambodscha dürfte Siem Reap natürlich auch nicht fehlen. Unser Tipp: gegen den (Touristen-) Strom schwimmen: http://mjamm.com/angkor-wat-von-hinten Dann klappt es auch mit stillen Momenten in Angkor.

    Ich freue mich schon auf weitere Reiseberichte von dir!
    Viele Grüße
    Darius

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  4. Antje

    Hallo Björn,
    immer wieder treffe ich auf dein Blog und lese immer mit viel Interesse eure Tpps und Berichte. Wahrscheinlich liegt es an ähnlichen Interessen: Fahrrad und Kaffee. Vieles haben wir seit Huaxay so gemacht wie ihr vorgeschlagen habt. Wir werden eure Seite weiterhin besuchen, denn unsere Reise geht weiter über Vietnam und Neuseeland.
    Danke für die tolle Tipps.
    Antje

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