Hampi: Weltkulturerbe in einer beeindruckenden Tempellandschaft

Weltkulturerbe Hampi und Unterkunft Gopi Guesthouse

Unser nächstes Ziel war der Ort Hampi. Mit dem Zug sind wir nach Hospet gefahren, von dort aus mit dem Tuktuk nach Hampi.

Hampi ist zwar heutzutage nur ein Dorf mit ca. 2000 Einwohnern, hat aber eine großartige Geschichte. Von etwa 1343 bis 1565 war es Hauptstadt des Königreiches Vijayanagar und hatte zu dieser Zeit zwischen 200.000 und 500.000 Einwohner. Aus dieser Zeit stammen unzählige Tempel, die sich über ein Gebiet von 26 km² erstrecken. Die Seite hampi.in gibt einen Überblick, was es hier alles zu entdecken gibt. Hampi gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir haben 4 Tage im Ort verbracht und unsere Unterkunft war das Gopi Guesthouse. Das Guesthouse ist liebevoll familiengeführt. Auf der Dachterrasse gibt es ein Restaurant, in dem wir die Speisekarte rauf und runtergegessen haben. Und es gibt Espresso, was nicht selbstverständlich ist in Indien. Sehr cool fand ich die kleine Hilfestellung innerhalb der Speisekarte, auf der ersichtlich wird, dass viele exotisch klingende Menübezeichnungen ganz einfach die Hindi-Begriffe für die jeweiligen Zutaten sind. Das berühmte Aloo Gobi heißt beispielsweise einfach nur Kartoffel Blumenkohl.

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Für Vegetarier ist Hampi ein Paradies, da das Essen hier fast ausschließlich vegetarisch ist.

Das kostenfreie Internet ist sehr schlecht und es gibt viele Ausfälle, was aber in anderen Unterkünften nicht anders ist. Was im Restaurant oder auf der Dachterrasse ohnehin lustiger ist, als im Netz zu surfen: Affen beobachten. Die gibt es hier sehr zahlreich und sie machen nur Blödsinn.

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Nicht nur Affen haben hier die Berührungsängste verloren.

Diwali-Fest in Hampi

In Goa hatten wir bereits die Vorbereitungen auf das Diwali-Fest beobachten können. Während unserer Zeit in Hampi fanden dann die Festtage statt. Zum einen konnten wir wunderschöne Rangoli-Bilder bewundern, die mit bunten Pulvern vor die Hauseingänge gestreut (!) wurden. Abends wurden dann kleine Öllampen daraufgestellt. Zum anderen wurde an den Abenden viel geböllert. Die Kinder im Dorf hatten daran viel Spaß, uns hat es etwas genervt.

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Tempel im Ort

Von den zahlreichen Tempeln sind einige fußläufig erreichbar. Zum Pflichtprogramm gehört der große Virupaksha-Tempel im Zentrum des Ortes.

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Der Tempel-Elefant wird täglich zum Baden ausgeführt.

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Wir haben den Matanga-Hügel erklommen, von dessen Gipfel man einen tollen Ausblick auf Hampi und das Umland hat. Absolut lohnenswert! Hier wurde uns erst klar, wie viele Felsbrocken in der Gegend herumliegen. Die ganze Landschaft ist praktisch voll davon.

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Tempel vom Matunga-Hügel aus. Im Hintergrund unzählige Felsbrocken, die die Landschaft um Hampi herum charakterisieren.

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Tempeltour mit dem Tuktuk

Das Gebiet um Hampi herum mit unzähligen Tempel-Ruinen ist so groß, dass man es nur mit einer mehrstündigen Tour erschließen kann. Wir sind mit dem Tuktuk gefahren. Organisiert hatten wir die Tour über die Unterkunft.

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Elephant Stables

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Streitwagen im Vitthala-Tempel

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Queen’s Bath. Altes Gebäude mit modernen „Schnitzereien“

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Nicht nur westliche Touristen kommen hierher. Wir haben viele indische Familien gesehen, die die Tempel erkunden.

Hampi Island

Durch die Aufnahme Hampis in das UNESCO-Weltkulturerbe sind die Auflagen innerhalb des Ortes sehr streng. Viele neugebaute Hotels mussten sogar wieder abgerissen werden, da sie den Bauvorschriften nicht genügten.

Das hat zu einer starken Entwicklung der benachbarten Insel Hampi Island geführt. Die Unterkünfte sind etwas günstiger und es geht wesentlich freizügiger zu. Während in Hampi der Konsum von Alkohol verboten ist, wird auf der Insel nicht nur Alkohol getrunken.

Auf der Insel gibt es überall Motorradverleiher. Wir haben uns für die unmotorisierte Variante entschieden und eine kleine Fahrradtour gemacht.

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Nach Hampi Island kommt man nur mit einer kleinen Motorfähre.

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Während der Fahrradtour hatten wir dann Glück im Unglück. Es fing an zu regnen und wir mussten uns unterstellen. Die Wahl fiel auf ein kleines Café, das nur von Einheimischen besucht wurde. Aber das Wort Chai (= Chai-Tee) reichte aus, um sich zu verständigen und die Kinder hatten großen Spaß an uns.

Weiterreise

Weiter ging es dann nach Bangalore. Den Weg von Hampi nach Hospet haben wir auf dem Rückweg mit dem Bus bestritten. Günstiger und in Indien immer ein großer Spaß.

3 Kommentare zu „Hampi: Weltkulturerbe in einer beeindruckenden Tempellandschaft

  1. Stefan

    Hallo Björn,
    wirklich schöne Bilder. Wir haben es bei unser Südindien-Tour leider nicht nach Hampi geschafft. Das muss noch nachgeholt werden.
    Bei der Speisekarte läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

    Viele Grüße
    Stefan

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    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      So geht es mir auch. Wir gehen ab und zu indisch essen und bestellen dann immer den Reis ab und dafür Naan-Brot. Und das Besteck bleibt natürlich unangetastet 😉

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  2. Oli

    Hampi gehört für mich zu den absoluten Highlights von Indien. Und ich hatte dort die besten Fritten meines Lebens. Aber vielleicht lag das auch daran, dass ich nach wochenlangem Genuss von Curries alles megalecker gefunden hätte…

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