Ein Tag in Bremen

Vor ein paar Wochen waren wir in Bremen und Hamburg. Der Grund für den Trip war eine Familienfeier. Das ließ sich ganz gut mit den Städtetrips kombinieren. In Bremen waren wir von Freitagmittag bis zum nächsten Vormittag. Wir sind diesmal Tina, meine Eltern und ich.

Unterkunft

Bei diesem Trip sind wir eingeladen, im Atlantic Grand Hotel zu übernachten. Zum Hotel gibt es nur Gutes zu sagen: Top-Lage, Tiefgaragenplatz, komfortable Zimmer, den Abend auf der Dachterrasse ausklingen lassen, tolles Frühstücksbuffet. Trotzdem würde ich das nicht buchen, wenn ich selbst dafür aufkommen müsste, da es meinen finanziellen Rahmen sprengt.

Beim vorherigen Besuch in Bremen haben wir im Airport Hostel übernachtet. Das wurde aber Anfang 2012 geschlossen. Derselbe Betreiber hat noch das Bremer City Hostel, in dem es günstige Zimmer gibt. Ansonsten gehe ich vor einer Reise meist über Hostelworld, schaue mir die Treffer für die Stadt an, suche dann aber die Hostels nochmal über Google, um die offizielle Webseite zu finden. Dort kann man sich meist einen besseren Eindruck verschaffen, vor allem die Fotogalerie ist immer sehr interessant. Die Buchung mache ich dann über das Hostel (falls möglich) oder Hostelworld.

Marktplatz und Bremer Stadtmusikanten

Es ist richtig heiß, der heißeste Tag des Jahres und tagsüber sind es 36°C. Ich bin davon nicht ganz so beeindruckt wie die anderen, da ich mich noch zu gut an 45°C im Death Valley oder 40°C in Las Vegas erinnern kann.

Wir laufen zunächst vom Hotel zum Marktplatz. Hier kann man auf engstem Raum mehrere berühmte Bremer Sehenswürdigkeiten bestaunen, z.B. das historische Rathaus, den Roland und natürlich die Bremer Stadtmusikanten. Letztere zu sehen ist immer wieder schön. Bei meinem ersten Besuch war ich ein bisschen enttäuscht, dass die Skulptur etwas unscheinbar am Rand des Marktplatzes steht. In meiner durch das Kindermärchen entstandenen Vorstellung müsste sie 30 m groß mitten auf dem Platz stehen. Wer nicht so sehr auf Touristenattraktionen steht, sollte sich den Marktplatz trotzdem ansehen, da er sehr zentral ist, man also ohnehin hier vorbeikommt, und man aufgrund der Kompaktheit das Ganze auch in 5 Minuten abhaken kann.

Bremer Marktplatz mit Rauthaus und Roland. Und Touristen.

Bremer Marktplatz mit Rauthaus und Roland. Und Touristen.

Wir essen zu Mittag im Außenbereich von Beck’s Bistro direkt auf dem Marktplatz. Bei den Temperaturen absolut zu empfehlen. Ich esse einen leckeren Flammkuchen. Während wir dort sitzen, schauen wir uns das rege Treiben auf dem Platz an.

Dom

Danach besichtigen wir die Domkammer. Das ist nicht so mein Ding. Hier kann man mumifizierte Leichen sehen, die mehrere hundert Jahre alt sind.

Mehr verspreche ich mir vom Turm des Domes, auf den man steigen kann. Nach 265 Stufen und 60 m bin ich oben. Leider ist die Sicht nicht in alle Richtungen so gut, da hohe Gebäude die Sicht versperren. Aber Marktplatz, Weser und Weserstadion lassen sich von hier oben sehen.

Marktplatz und Weser vom Domturm aus

Nach dem Aufstieg habe ich mir den Eiskaffee im Domcafé verdient. Anschließend trennen wir uns. Tina und ich machen uns auf zur Weserburg, einem Museum für moderne Kunst, während meine Eltern das Schnoorviertel besichtigen wollen.

Schnoorviertel

Bei diesem Besuch sind Tina und ich nicht hier gewesen, aber beim letzten Mal. Das Schnoorviertel ist das älteste Stadtviertel Bremens. Hier gibt es viele kleine Geschäfte, Antiquitätenläden, Kunsthandwerksbetriebe, Galerien, Museen, Cafés und Restaurants. Das Schlendern durch das Viertel macht Spaß, denn mit den bezaubernden Gassen hat Bremen etwas ganz besonderes, was man in anderen Städten nicht findet.

Weserburg

Im Museum Weserburg war ich nun schon ein paar Mal. Das Museum liegt auf einer Insel in der Weser, dem sogenannten Stadtwerder.

Die aktuelle Ausstellung heißt Ka Boom! Comic in der Kunst. Das Museum hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 8 € hat es auf mehreren Etagen einiges zu bieten. Für 1 € mehr kann man zusätzlich die Ausstellung der Gesellschaft für aktuelle Kunst anschauen.

bremen_weserburg_comic_splosh

bremen_weserburg_comic_aaah

Ostertorviertel

Leider schaffen wir es diesmal nicht in das Ostertorviertel. Dieses Viertel ist von Studenten und der kreativen Szene geprägt und bietet ebenfalls schöne Cafés, Kneipen und Geschäfte.

Am Ostertor liegt die Kunsthalle Bremen, ebenfalls ein tolles Museum. Hier gibt es neben alten Meistern auch moderne Kunst zu sehen und ein Blick in das aktuelle Programm lohnt sich immer.

Für Shoppingköniginnen und -könige gibt es im Ostertorviertel übrigens eine Filiale von Kauf dich glücklich.

Schlachte, Kaffeemühle und Mall of Fame

Abend treffen wir uns wieder und wollen zu Abend essen. Dafür schlendern wir über die Schlachte, einer Gastromeile an der Weser. Hier gibt es alles vom Paulaner-Biergarten bis zur italienischen Osteria. Bei dem Wetter ist natürlich richtig viel los. Wir entscheiden uns für das Luv. Ich esse Pasta Luv. Lecker!

Nach dem Essen laufen wir über die Bürgermeister-Smidt-Straße entlang in Richtung der Bremer Wallanlagen. Dort kehren wir noch einmal ein. Bei den immer noch sommerlichen Temperaturen sitzen wir draußen an der Kaffeemühle, einer alten Windmühle im Grünen.

Auf dem Rückweg kommen wir an der Lloyd-Passage vorbei. Die Geschäfte haben längst zu, aber in der Passage gibt es eine Mall of Fame und man kann die Handabdrücke von einigen Berühmtheiten sehen.

Den Abend lassen wir auf dem Rooftop des Hotels ausklingen. Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück direkt Richtung Hamburg.

Morgenmuffel-Baggage-Protection-System

Wir sind gerade 5 Minuten im Auto unterwegs, da merke ich, dass ich im Hotel meine Aufzeichnungen für diesen Blog vergessen habe. Sie liegen auf dem Nachttisch und ich habe sie beim Packen übersehen. Dummerweise ist das schon das zweite Mal in kurzer Zeit, dass ich auf Reisen etwas vergesse, zuletzt ein Ladegerät im Backpacker in Berlin.

Gemeinsam ist diesen Vergess-Erlebnissen, dass es Dinge waren, die nicht in der Nähe des Koffers lagen. Da kommt mir eine Idee, wie ich das in Zukunft vermeiden kann, nämlich mit dem Morgenmuffel-Baggage-Protection-System (MBPS). Man benötigt lediglich einen Stift und Post-Its. Das System besteht aus einer wichtigen Regel: Alle Gegenstände, die sich nicht in oder direkt an den (maximal 2) Taschen befinden, werden auf Post-Its geschrieben, die an die Zimmertür geklebt werden. Obligatorisch ist damit schon mal ein Post-It mit der Aufschrift Kulturbeutel. Für mich wäre es dann zusätzlich Notizblock oder Ladegerät gewesen. An nächsten Morgen kann man dann sogar mit halbgeschlossenen Augen daran denken, alles einzupacken.

Tina hält nichts von dem System. Sie meint, dass ein Notfall-Kaffee effektiver wäre. Weitere Tipps findet ihr hier: How to Never Lose or Forget Behind Anything: 4 Easy Tricks

Weitere Blogs zum Thema

Ein Kommentar zu „Ein Tag in Bremen

  1. Pingback: Bremen Reisetipps – Stadterkundung | Reiseblog delightful SPOTS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.