Ein Tag im Elephant Nature Park in Chiang Mai

Unser Tag im Elephant Nature Park in einem kurzen Film

Und jetzt noch mal der Reihe nach…

Nachhaltiger Elefantenpark

Es gibt unzählige Elefantenparks im Norden Thailands, aber keiner ist wie der Elephant Nature Park. Während die meisten anderen Parks die Elefanten benutzen, um damit Geld zu verdienen, ist es hier andersherum. Der Tourist wird benutzt, um den Park zu erhalten und die Tiere versorgen zu können. Das Wohl der Tiere steht an erster Stelle und das heißt vor allem: Kein Reiten auf den Elefanten.

Bevor wir uns für diesen Park entschieden hatten, recherchierten wir im Internet. Dabei kamen uns schnell Zweifel, ob ein gewöhnlicher Elefantenpark das Richtige für uns ist. Die Tiere werden häufig schlecht behandelt, was nicht zuletzt auch eine Gefahr für den Besucher darstellt. Wenn ein gestresster 5-Tonnen-Elefant seinem Frust freien Lauf lässt, möchte ich nicht gerade oben drauf sitzen. Solche Geschichten gibt es aber auf TripAdvisor leider zu lesen.

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Im Elephant Nature Park wird hingegen versucht, den Tieren eine möglichst natürliche Umgebung zu bieten. Das heißt viel Freiheit und Freiraum und vor allem keine Knüppel. Den Elefanten wird das gefallen, denn die meisten haben eine schwere Vergangenheit. Viele Tiere wurden beim Abtransportieren von gefällten Bäumen eingesetzt. Diese Arbeit und die Arbeitsbedingungen sind für die sensiblen Tiere mit einem stark ausgeprägten Familiensinn Tierquälerei. Im Elephant Nature Park haben sie endlich Frieden.

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Ein reichhaltiges Tagesprogramm

Wir haben uns für das Paket Pamper a Pachyderm entschieden. Mit einem Minibus wurden wir in Chiang Mai abgeholt und am späten Nachmittag wieder zurückgebracht. Den ganzen Tag haben wir in einer kleinen Gruppe verbracht. Wir waren sieben Gäste und haben die meiste Zeit mit drei Elefanten verbracht.

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Nach der Ankunft wurden wir kurz eingewiesen. Dabei konnten wir die Elefanten schon mal ein bisschen kennenlernen und sie aus großen Körben füttern.

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Hier ging das mit dem Füttern wohl zu langsam und der Elefant hat sich lieber selbst bedient.

Nach einer kurzen Fütterung sind wir mit den Elefanten einen Berg hochgewandert. Jeder bekam einer Tasche mit Bananen. Die Tiere können jederzeit essen und wir konnten sie ganze Zeit über füttern. Was soll ich sagen, schon ziemlich cool, wenn so ein Rüssel eine Banane nimmt. Das wurde auch nach der zwanzigsten Banane nicht langweilig.

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Der Park befindet sich in einer wunderschönen Umgebung. Das gilt sowohl für die Wälder und Berge, als auch für den Fluss, der durch das Gebiet fließt.

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Nicht nur Elefanten nutzen den Fluss

Dann waren wir dran mit der Fütterung und es gab ein tolles, vegetarisches Buffet in einer Bambushütte. Sehr lecker und umfangreich! Sowohl während des Essens als auch während des Spaziergangs haben wir die anderen Gruppenteilnehmer kennengelernt. Hier wurde auch der Vorteil einer kleinen Gruppe deutlich. Es herrschte schnell eine angenehme und vertraute Stimmung.

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Dann ging es wieder zurück, wieder mit Bananen bewaffnet. Auf dem Hin- und Rückweg ging es durch den Fluss, wo die Elefanten ihr tägliches Bad nehmen konnten.

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So ganz nebenbei gab es dann noch eine Rafting-Tour, die es in sich hatte. Zwar war kein 7-Meter-Wasser auf der Strecke, wie wir es in Neuseeland erlebt haben, aber jede Menge Felsen und Stromschnellen. Wir wurden auf zwei Boote aufgeteilt. Während unser Guide uns sicher ans Ziel brachte, hatte das zweite Boot nicht so viel Glück. Eine Teilnehmerin ist kurzzeitig ins Wasser gefallen und hat ihre Kamera verloren.

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Zum Schluss bekamen wir dann noch ein süßes Elefantenbaby zu Gesicht. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Herde das junge Tier beschützt, ständig war der kleine Elefant umgeben von alten Tieren.

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„Nur gucken, nicht anfassen!“ Das Baby ist für Besucher tabu. Auch um diese nicht in Gefahr zu bringen.

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Bevor es nach einem abschließenden Snack mit dem Minibus zurück nach Chiang Mai ging, konnten wir noch einen Blick auf die Elefantenküche werfen. Sehr beeindruckend. Die Elefanten fressen unglaublich viel. Der Park besitzt zwar eine eigene Bananenplantage, trotzdem wird LKW-weise dazugekauft.

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Fazit: Absolute Empfehlung

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Der Park und das „Pamper a Pachyderm“-Paket ist einfach ein großartiges Erlebnis. Der Preis ist für thailändische Verhältnisse hoch, aber keinesfalls zu hoch. Der Park wirbt damit, dass man den Eintritt als Spende sehen sollte. Damit kann ich leben, für eine Spende habe ich noch nie so viel geboten bekommen.

6 Kommentare zu „Ein Tag im Elephant Nature Park in Chiang Mai

  1. Ines

    Hallo,
    ich ärgere mich gerade ein wenig, denn ich bin heute in Laos angekommen und komme aus Nordthailand. Weißt du zufällig, ob es so etwas in Laos oder Kambodscha auch gibt?
    LG

    Antworten
  2. Kati

    Wir planen einen Besuch in dem Elephant Nature Park in diesem November.
    Danke für Deinen Beitrag, der meine Meinung zusätzlich zu anderen Beiträgen bekräftigt.

    Antworten
  3. Jennifer

    Hallo Björn,
    habt ihr das „Pamper a Pachyderm“-Paket vor Ort gebucht?
    Wie viel habt ihr dafür ca. pro Person bezahlt?

    Liebe Grüße
    Jennifer

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  4. Silke Wawra

    Hallo Björn, ein sehr schöner Bericht. Wir haben bei Elephant Nature Park ebenfalls eine Tour in Chiang Mai gebucht, da Elefanten reiten oder eine Show mit albernen Tricks (Ich mochte früher schon keinen Tier Zirkus) nicht in Frage kam. Wir waren allerdings im Norden der Stadt in einem ganz anderen Bereich. Wir haben den Tag sehr genossen, es war sehr beeindruckend diese großen so wunderbaren Tiere so nah kommen zu dürfen. Wir haben ebenfalls mit Bananen gefüttert, haben einen kleinen Waldspaziergang gemacht – die Elefanten gaben das Ziel und die Geschwindigkeit vor. Dann gab es ein leckeres vegetarisches Mittag. Danach ging es mit den Elefanten in ein Schlammloch zum Schlammbaden. Wir hatten vorher ein extra Oberteil bekommen, weil der Schlamm ziemlich dreckig macht. Wir waren mit im Schlammloch und rieben die Elefanten mit Schlamm und Wasser ein. Die genossen es sichtlich – und auch wir hatten riesigen Spaß. Danach gingen wir noch zusammen zu einem kleinen Fluss zum Baden. Auch hier badeten wir mit. Es war ein rundherum gelungener Tag mit sehr vielen tollen Eindrücken und den hohen Preis von 2200 Baht haben wir gerne gezahlt. Wir können diesen Ausflug auf jeden Fall empfehlen.
    Viele Grüße Silke

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