Tag 10 – Durch das Death Valley nach Pahrump

Nach einer Dusche gibt es das kontinentale Frühstück, was im Preis inbegriffen ist. Es besteht aus Donuts, Minimuffins, Toast mit Butter, Frischkäse, Marmelade und Erdnussbutter, Cornflakes und Haferflocken. Dazu gibt es Kaffee, entweder mit normaler Milch oder mit kleinen Töpfchen mit aromatisierter Milch (z.B. Vanille). Es ist nicht ganz das Frühstück, was man in einem deutschen Hotel bekommt, aber ich habe damit gerechnet und nehme es mit Humor. Donuts zum Frühstück, ist doch lustig.

Wir checken aus und fahren danach Richtung Supermarkt, um unsere Vorräte und unser Mineralwasser wieder aufzustocken. Vorher tanken wir kurz, wobei die Reihenfolge schlecht ist, da wir bei der Tankstelle Rabatt bekommen hätten, wären wir vorher einkaufen gewesen. Fälschlicherweise hielten wir Kmart für die beste Wahl, Lebensmittel zu kaufen, dort gibt es aber nicht so viel. Das bessere Geschäft ist Vons direkt nebenan. Hier haben wir wieder die übliche gigantische Auswahl.

Wir kaufen so ein, dass wir abends selbst kochen können, da wir in der Wohnung eine Küche haben. Also viel frisches Gemüse. Und wir finden ein tolles Angebot: Man kann seinen Kaffee selbst mahlen. Wir wählen die Bohne (französische Röstung) und den Mahlgrad (fein) und haben am Ende europäischen Kaffee. Juhu!

Die falsche Entscheidung treffen wir, als wir uns entscheiden, eine Selbstbedienungskasse zu wählen, wie ich sie in Deutschland nur von IKEA kenne. Bei einem reinen barcodebasierten Einkauf mag das gut funktionieren, aber wir haben zu viele Sachen, die man abwiegen muss. Das dauert viel zu lange.

Vor der Fahrt in das Death Valley checken wir noch mal Keilriemen und Kühlerflüssigkeit, wie es empfohlen wird. Denn dort in der Hitze ist eine Panne ziemlich bescheiden. Öl können wir nicht checken, da dafür der Wagen 15 Minuten still stehen muss, das hätten wir morgens machen müssen.

Während der Fahrt ergibt sich ein seltsames Bild. Während wir bereits über 30° haben (es wird noch heißer), sind nicht weit entfernt die schneebedeckten Berge des Yosemite National Parks zu sehen. Aber noch seltsamer wird es als wir Militärjets sehen, die in den Canyons üben. Ich muss direkt an Computerspiele denken. Oder Star Wars. Denn die Jets fliegen gefährlich nah am Boden um dann kurz vor Ende des Canyon senkrecht nach oben rauszufliegen. Ich weiß allerdings nicht ob die hier immer üben und von welcher Basis sie kommen.

landschaft

Viele Sichten erinnern uns an Hollywood-Filme, auch wenn es scheinbar banale Motive sind.

Im Death Valley wird es dann richtig heiß. Tagesrekord sind 107°F, also 41,7°C (der Urlaubsrekord kommt aber noch). Hier sieht es zwischenzeitlich aus wie in der Sahara, mit den typischen Sanddünen. Es gibt aber auch andere Stellen, wo es sehr farbenfroh in allen möglichen Rot-, Braun- und Grautönen ist.

Die Dünen im Hintergrund sehen aus wie die, die man aus der Sahara kennt.

Die Dünen im Hintergrund sehen aus wie die, die man aus der Sahara kennt.

An einer Stelle werden wir per Schild dazu aufgefordert, 10 Meilen ohne Klimaanlage zu fahren. Es geht bergauf und bei diesen Temperaturen hat scheinbar schon manch ein Auto schlapp gemacht (wir werden uns im Valley of Fire an diese Empfehlung erinnern).

Wir machen eine Pause am Furnace Creek Visitor Center. Hier gibt es Schatten, sowohl für das Auto als auch für uns. Eigentlich wollen wir ab hier einer Empfehlung des Reiseführers folgen, im Golden Canyon wandern und Richtung Shoshone fahren. Im Visitor Center wird uns davon abgeraten, da es für die Wanderung zu heiß ist und die empfohlene Autostrecke nur Anfang des Jahres schön ist. Stattdessen fahren wir über Zabriskie Point und Dantes View Richtung Pahrump. Im Visitor Center wird noch mal deutlich vor Dehydration gewarnt. Wir sind mit dem vielen Mineralwasser gewappnet und trinken bewusst.

Blick vom Zabriskie Point...

Blick vom Zabriskie Point…

...und Dantes View

…und Dantes View

Wir kommen in Pahrump bei unserer Location an. Die Vermieterin nennt ihre beiden Häuser Bunkhouses (sie stellt die Häuser auch auf http://www.thebunkhouse.org/ vor). Wir haben Bunkhouse 2. Das Haus ist so aufgebaut, dass es entweder als ganzes an eine große Gruppe oder als zwei Appartements an zwei Gruppen vermietet werden kann. Da keine anderen Mieter da sind, bekommen wir das komplette Haus. Die Küche hält alles bereit was man zum Kochen benötigt. Außerdem gibt es auf dem benachbarten Grundstück, auf dem die Vermieterin wohnt und sich Bunkhouse 1 befindet, einen Pool, den wir benutzen dürfen. Und natürlich überall Gratis-WLAN, versteht sich.

Wir kochen Gemüsenudeln (Pasta mit einer Soße aus knackig angebratenem Gemüse und passierten Tomaten). Lecker! Wir entspannen uns. Uns wird bewusst, dass die letzten Tage sehr anstrengend waren und es reift die Entscheidung, hier einen Tag länger zu bleiben, wenn das so spontan möglich ist. Die Zeit wollen wir auch Nutzen, um uns für die nächsten Tage vorzubereiten.

Unser Leib- und Magenspeise, ob zu Hause oder im Urlaub: Paste mit frischem Gemüse

Unsere Leib- und Magenspeise, ob zu Hause oder im Urlaub: Pasta mit frischem Gemüse

Kosten
Tanken 30 $
Kmart 16,50 $
Vons 24 $
Unterkunft Airbnb 58,50 €

Ein Kommentar zu „Tag 10 – Durch das Death Valley nach Pahrump

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