Die Westküste und Franz Josef

Westküste und Pancake Rocks

Von Nelson aus sind wir mit NakedBus nach Franz Josef gefahren, wo wir drei Tage verbringen wollten. Der Weg ging entlang der wunderschönen Westküste. Die meiste Zeit haben wir die Natur aus dem fahrenden Bus heraus bestaunt. Raue Küsten und Felsen, aber auch jede Menge Bäume und Pflanzen, die in der regnerischen Region sehr gut wachsen.

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An den Pancake Rocks gab es eine 20-minütige Pause, die etwas zu kurz für unseren Geschmack war. Wir eilten den kurzen Rundweg entlang und schossen hastig Fotos. Die Pancake Rocks sehen aus wie gestapelte Pfannkuchen. Eingerahmt von der üppigen Pflanzenwelt ein tolles Motiv. Auch bekannt ist das sogenannte Blowhole an den Pancake Rocks, das aber nicht sehr aktiv war, während wir dort waren.

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Pfannkuchen

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Blowhole

 Franz Josef

Franz Josef ist der Name eines kleinen Ortes direkt am Franz-Josef-Gletscher. Der Gletscher wurde nach Franz Josef I. von Österreich benannt. Nach dem vielen maorischen Namen in Neuseeland musste ich doch mehrfach über Franz Josef schmunzeln.

Wir kamen bei gutem Wetter an und sind sehr glücklich darüber. Denn auch hier kann es Reisenden mit engem Zeitplan passieren, dass sie vom Gletscher, der Hauptattraktion des Ortes, nichts zu sehen bekommen, wenn das Wetter nicht mitspielt.

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Untergekommen sind wir im Hostel Chateau Franz. Es gehört nicht zu meinen Lieblingshostels, um es mild auszudrücken. Küche und Bäder könnten sauberer sein, der angepriesene Hot-Spa-Pool roch nach Schimmel, unser Raum und das Kaminzimmer rochen ebenfalls nicht gut. Ich frage mich immer, wer der Schuldige ist, wenn ein Hostel nicht sauber ist, der Betreiber oder die Gäste. Ich muss dann häufig an die Broken-Windows-Theorie denken, nach der ein anfänglicher Missstand eine Kettenreaktion auslöst. Nach dieser Theorie sehe ich den Betreiber in der Pflicht, der für den Initialzustand eines Hostel verantwortlich ist. Also, lieber Franz, mach mal den Pool sauber!

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Die meisten Gäste, die nach Franz Josef kommen, nehmen sich vor, den Gletscher von oben zu sehen, entweder indem sie ihn auf einer Tageswanderung besteigen oder einen Helikopterflug buchen. Uns war nicht danach und wir haben stattdessen eine Mini-Wanderung direkt vom Hostel aus gemacht. Diese führte durch einen geradezu märchenhaften Wald. Wir haben dort erstmals Fantails gesehen, in Neuseeland einheimische Vögel mit einem auffälligen, fecherartigen Schwanz. Nach einiger Zeit kreuzt der Weg den Waiho River. Als wir dort ankamen, war der weitere Weg gesperrt. Das machte uns aber nichts, denn wir sind entlang des Flusses in den Ort zurück. Das war sehr interessant, denn wir befanden uns mittem im trockenen Flussbett. Die Breite des Flusses schwankt mit dem Schmelzen des Eises in höheren Lagen und wir bekamen einen Eindruck wie breit der Fluss an manchen Tagen ist.

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Dieser Teil des Flussbettes war trocken und wir konnten hier entlanglaufen.

Glacier Hot Pools, unser Alltag und ein kleines Fazit

Unser Bedürfnis nach einem heißen Pool konnten wir doch noch stillen, und zwar in den Glacier Hot Pools. Die Pools sind drei große Badepools, die 36°C, 38°C und 40°C warm sind. Die Atmosphäre ist sehr schön, da die Pools sich draußen im Freien befinden und von Bäumen und Pflanzen umgeben sind. Gleichzeitig ist man vor der Sonne und vor Regen geschützt, da über den Pools große Segeltücher als Dachersatz angebracht sind.

Zweimal waren wir in einem Café in Franz Josef und haben mehrfach im Supermarkt eingekauft und gekocht. Sehr viel mehr gibt es hier nicht, der Ort ist wirklich sehr klein.

Mein Fazit zum Ort: Wer ein Gletscherabenteuer, ob zu Fuß oder mit dem Heli, erleben will, ist hier gut aufgehoben. Wir wollten auf dem Weg nach Wanaka ein bisschen verweilen und den Gletscher nur von unten sehen. Dafür sind drei Tage grenzwertig, 1-2 Tage tun es auch. Allerdings besteht bei einer kurzen Verweildauer das Risiko, einen diesigen oder regnerischen Tag zu erwischen und den Gletscher nicht sehen zu können.

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