Der Ort Pai im Norden Thailands: Roller fahren und chillen

Mit dem Flugzeug von Chiang Mai nach Pai

Nicht weit von Chiang Mai befindet sich der Ort Pai. Pai ist ein beliebtes Ziel für Individualreisende und bekannt für seine entspannte Atmosphäre und grüne Natur. Genau das Richtige nach einigen Wochen in Chiang Mai.

Von Chiang Mai sind es 82,5 km Luftlinie. So die Theorie. Praktisch sieht es anders aus, denn die meisten Besucher fahren die Strecke mit einem Minibus oder Linienbus und das sind dann 135 km und 762 Kurven (!). Diese schwindelerregende Anzahl an Kurven ist so berühmt, dass sie es auf einige Pai-Reisesouvenire (z.B. T-Shirts) geschafft hat. Für Fahrgäste mit empfindlichem Magen ist die Fahrt allerdings alles andere als spaßig.

Daher haben wir uns zu einer Mischform der An- und Abreise entschieden: hin mit dem Flugzeug und zurück mit dem Bus. Vom Flughafen in Chiang Mai fliegt dreimal täglich die Airline Kan Air nach Pai. Der 25-minütige Flug kostete 45 Euro pro Person und damit wesentlich mehr als der Minibus (ca. 4 Euro), gelohnt hat es sich dennoch.

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Diese Sicht bekommt man nur mit dem Flieger.

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Beim Anflug wurde deutlich wie grün die Umgebung um Pai ist.

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Rosana, Thiago, Björn, Tina und die Chessna von Kan Air am Flughafen in Pai.

Tipp für die Ankunft in Pai: Der Flughafen ist sehr klein und hier wartet kein Taxi oder Tuktukfahrer. Am besten sollte man sich vor der Anreise darum kümmern, dass man abgeholt wird.

Unterkunft Baan Pai Riverside

Wir haben im Baan Pai Riverside gewohnt und haben dort zwei Bambushütten bezogen. Allein das war schon eine große Abwechslung zu unserem Hotelzimmer in Chiang Mai. Statt Beton wurde hier Bambus verbaut, die Dächer bestehen aus Palmblättern.

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Der Komfort der Hütten war unerwartet gut. Jede Hütte verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und warmem Wasser, es gibt WLAN und morgens ein kleines Frühstück. Statt einer Klimaanlage muss man in den Hütten allerdings mit einem Ventilator vorliebnehmen, über dem Bett ist ein Mückennetz installiert.

Die Lage des Ressorts ist sehr gut. Über eine Bambusbrücke gelangt man in einer Minute in den Ortskern. Zumindest zu Fuß, mit dem Auto oder Motorroller ist der Weg etwas länger und holpriger.

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Mit dem Motorroller die Umgebung von Pai erkunden

Der Klassiker in Pai ist, einen Motorroller auszuleihen und damit Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anzufahren. Das macht hier mehr Spaß und ist weniger gefährlich als im Stadtverkehr von Chiang Mai. Beim Ausleihen wird man nicht nach einem Führerschein gefragt. Jeder kann hier also Roller fahren, auch wenn man das noch nie zuvor getan hat. Jeder muss selbst wissen, ob er das tun will. Den Respekt vor dem thailändischen Straßenverkehr und dem teils unebenen Untergrund sollte man dabei aber nicht verlieren.

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Als erstes sind wir zum Pai Canyon gefahren. Dort hat es uns gut gefallen, vor allem die schöne Aussicht. Viel bewegen wollten wir uns allerdings nicht. Es war früher Nachmittag und für eine Wanderung viel zu heiß. Was wir gesehen haben war aber vielversprechend und zu einer anderen Tageszeit kann man hier bestimmt noch mehr erleben.

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Nicht weit vom Canyon befindet sich der Pam Bok Wasserfall. Hier haben wir ein erfrischendes Bad genommen und unter dem Wasserfall geduscht. Wagemutige können hier von einem Felsen ins Wasser springen. Der rote Punkt in der Mitte des folgenden Bildes ist die Badehose eines solchen Flugakrobaten.

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Neben dem gezielten Anfahren von Sehenswürdigkeiten ist in Pai der Weg das Ziel. Einfach fahren, den kühlenden Fahrtwind genießen und spontan entscheiden, wann man ein Päuschen einlegen möchte. Uns hat das zu Love Strawberry geführt, auf einen Erdbeersaft und einen Kaffee.

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Während es am ersten Tag in Richtung Süden ging, machten wir uns am zweiten Tag in Richtung Nordwesten auf, als erstes zum Aussichtspunkt nahe eines chinesischen Dorfes. Es war etwas beschwerlich hier hoch zu kommen. Wir hatten die kleinste Rollerklasse gemietet und sind mit der Tour an die Leistungsgrenze gestoßen. Aber wir sind angekommen und wurden mit einer tollen Rundumsicht und grünem Tee belohnt.

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Von dort aus fuhren wir zum Mo Paeng Wasserfall. Dieser ist berühmt für seine natürlichen Rutschen. An manchen Stellen kann man hier über die Felsen ins Wasser gleiten. Wenn die einheimischen Kids einen dazwischen lassen, wohlgemerkt.

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Auf dem Weg zum Wasserfall befindet sich The Land Split. Die Geschichte dahinter ist, dass ein Bauer quasi über Nacht sein Land verloren hat, da sich durch Bewegungen im Untergrund riesige Risse gebildet haben und das Land nicht mehr agrarwirtschaftlich nutzbar ist. Aus der Not heraus hat der Bauer sein Land öffentlich zugänglich gemacht und bewirtet seine Gäste mit leckeren Snacks. Die Gäste können sich dann sein Malheur aus nächster Nähe ansehen. Eine kuriose Attraktion, die sich aber lohnt.

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Köstliche Bewirtung am Land Split

Ein weiteres Ausflugsziel, das wir allerdings nur aus der Ferne gesehen haben, ist der weiße Buddha.

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Pai City: Cafés, Bars und Märkte

Nach einem Tag auf dem Scooter kann man es sich in Pai gut gut gehen lassen. Hier gibt es jede Menge Gastronomie. Als vegetarisch-vegane Viererbande haben wir mehrfach das chinesische Restaurant Chew Xin Jai aufgesucht. Einen tollen Abend haben wir im Jazzclub Beebop verbracht, bei Livemusik und leckeren Cocktails. Kaffee und WLAN gab es für uns im bunten Café d’tist.

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Beim Shoppen geht es in Pai auf jeden Fall entspannter zu als anderswo. Viele kleine Geschäfte und Straßenmärkte laden zum Bummeln ein.

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Zurück ging es dann wir erwähnt mit dem Minibus. Wir haben die 762 Kurven gut überstanden, waren aber dennoch froh, als wir die Fahrt hinter uns hatten. Auch wenn uns der Straßenverkehr und Straßenlärm in Chiang Mai einen kleinen Kulturschock verpasst hat. An das chillige Pai hatten wir uns scheinbar schnell gewöhnt.

2 Kommentare zu „Der Ort Pai im Norden Thailands: Roller fahren und chillen

  1. Rahel

    Hey der Wasserfall und die Rutschen sehen gut aus,da würde Damian auch springen ;-))
    So ähnlich war der im val grande auch.

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