Der gepackte Rucksack: Wieviel Kilo dürfen’s denn sein?

Vorgestern habe ich eine kleine Probewanderung mit meinem Backpacker-Rucksack, einem Quechua Symbium Access 70, gemacht. Ich habe den Rucksack mit allerlei Kram vollgepackt, so dass Rucksack und Inhalt zusammen 14 kg wogen.

Mein Schätzchen. Bereits erprobt in den USA: https://travel.bjoerne.com/into-the-wild-von-tulomne-meadows-zu-den-young-lakes/

Mein Schätzchen. Bereits erprobt in den USA

Wieso 14 kg?

Ich habe eine erste Version einer Packliste erstellt, alle Sachen einzeln auf die Küchenwaage gelegt und die Gewichte in eine Excel-Tabelle eingetragen. Ein bisschen nerdy vielleicht, aber so habe ich eine Übersicht, an welchen Stellen ich das Gewicht optimieren kann, falls es zu hoch ist.

Das Gewicht verteilt sich auf folgende Arten von Dingen:

Kleidung 35 %
Rucksack, Daypack, Aufbewahrung 26 %
Technik inkl. Notebook 20 %
Kulturbeutel 9 %
Sonstiges 10 %

Interessant: Der Laptop ist zwar der schwerste Gegenstand, insgesamt ist die Technik aber nicht der Löwenanteil.

Ich habe aber auch im Internet geschaut, wie viel andere so mitnehmen. Viele Meinungen gibt es beispielsweise auf weltreise-info.de im Forum unter Wieviel Kilogramm schleppt ihr mit auf Weltreise?. Da ist zwischen 10 und 20 kg alles dabei.

Interessant finde ich die Empfehlung „Bequem ist es, wenn der Rucksack nicht mehr als 1/4 des eigenen Gewichtes ausmacht, 1/3 sollte das Maximum sein.“ Ich wiege 71 kg, 1/4 wären 17,75 kg. Da ist also noch Luft nach oben, was auch gut ist. Denn Wasser oder Lebensmittel habe ich nicht in großen Maßen in die Berechnung einbezogen.

Bei längeren Wanderungen mit dem Gepäck ist die Obergrenze nur 1/6 des Körpergewichts, wie Tobias Krüger von bergzeit.de empfiehlt. Er beschreibt aber auch, wie man mit ein bisschen Equipment sogar 50 kg mitnehmen kann.

Wie fühlte sich das Gewicht an?

Ich bin vorgestern ca. 6 km gelaufen. Ich habe einen Freund besucht. Interessant war, dass ich auf dem Hinweg allein gelaufen bin, viel über das Gewicht gegrübelt habe, es zwickte hier und da, und ich habe mir Gedanken gemacht, ob die Gewichtsverteilung innerhalb des Rucksacks richtig ist.

Auf dem Rückweg bin ich zusammen mit meinem Freund gelaufen. Wir haben uns die ganze Zeit unterhalten. Der Rucksack fühlte sich dabei so leicht an, dass ich schon dachte, ich hätte was vergessen.

Mein Fazit besteht aus zwei Punkten:

  • Die 14 kg sind ok, aber machen keinen Spaß. Von A nach B kommen ist kein Problem. Auf dem Weg aber noch einen Umweg zu machen, um beispielsweise eine Sehenswürdigkeit mitzunehmen ist nicht sinnvoll. Wir werden auf unserer Reise versuchen, erst die Unterkunft aufzusuchen und dann mit einem Daypack nochmal loszuziehen.
  • Das Empfinden des Gewichts ist sehr subjektiv und wird je nach Ablenkung und Laune unterschiedlich sein.

Packlisten und weitere Infos

Wenn unsere Reise startet, wird es natürlich auch auf diesem Blog den obligatorischen Packlisten-Artikel geben. Bis dahin möchte ich auf andere Blogger verweisen, die Listen erstellt haben (ggf. mit Angabe des Gewichts bzw. einer Gewichtsempfehlung):

Hier ist sehr gut beschrieben, wie man einen Rucksack richtig packt: Rucksack richtig packen | Backpacker Packliste

Und zu guter Letzt hier noch ein Vorbild für meine Packaktivitäten:

Conni von Planet Backpack (Link s.o.) mit ihrem Zitat: „Meine Devise ist: Wenn ich etwas nicht MINDESTENS zwei Mal die Woche benutze, kommt es nicht mit.“

avocado_power

Tina hat den gleichen Rucksack, da sie im Urlaub gemerkt hat, wie gut der Rucksack passt. Mit diesem Anhänger habe ich meinen markiert.

9 Kommentare zu „Der gepackte Rucksack: Wieviel Kilo dürfen’s denn sein?

  1. Oli

    Ich habe auch weniger dabei. Meistens sind im Rucksack etwa zehn Kilo. Früher, als ich noch kein Blogger war und deswegen nicht immer den Laptop mitschleppte waren es etwa acht Kilo. Vermisst habe ich nie was.

    Ich vermute mal, dass du bei der Kleidung noch Gewicht einsparen kannst, in dem du beispielweise eine leichtere Jacke mitnimmst. Gerade Kleider kann man eigentlich überall sehr preisgünstig nachkaufen.

    Antworten
  2. Liane

    Hi,
    ich finde deine Prozentuale Auflistung toll. Weil ich dachte schon das liegt an mir, dass Aufbewahrung so viel an % ausmacht. Ich habe auch eine Packliste für meine Weltreise gemacht:
    http://www.travelstoryteller.de/equipment/ und ich habe auch 14 Kilo, aber auch jede menge Outdoorkram und ich reise in den Norden 😉 Das macht so viel aus, wohin man reist!
    Ich bin mir nur noch unsicher, ob ich mir diese Packbeutel noch kaufen soll. Im Endeffekt verleiten die doch nur dazu, dass man mehr mitnimmt, oder?

    Antworten
    1. Björn Weinbrenner Artikelautor

      Hallo Liane!

      Ich kann die Packbeutel nur empfehlen. Zum einen sorgen sie für Ordnung im Rucksack, zum anderen ist der Rucksack so nicht zum Bersten voll und ich habe immer noch einen Puffer für ein paar Lebensmittel. Tina mag außerdem, dass die sauberen Sachen darin frisch bleiben und nicht muffig werden.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es nach Kanada? Toll!! Viel Spaß!

      Viele Grüße
      Björn

      Antworten
      1. Liane

        Stimmt, das mit dem muffig werden ist ein gutes Argument!
        Naja eigentlich geht es um die Welt 😉 Nordamerika bin ich jedoch ein ganzes Jahr und danach geht es weiter nach Südamerika!
        Danke 😉

        Antworten
  3. Christoph

    Ich versuche nicht mehr als 10 kg Gewicht mitzunehmen Wir sind meist mit den Mountainbikes unterwegs. In den Alpen kann es schon einmal vorkommen, dass man sein Gepäck und das Bike trägt, da ist man schnell bei 20 kg Gepäck 😉 Kennst du die skivvy roll? Damit lässt sich vor allem Bekleidung sehr gut komprimieren. Außerdem kann man „muffige“ Sachen gut von den sauberen Sachen trennen. Die dreckigen Sachen zusammenrollen und ab in eine Plastiktüte.

    Grüße
    Christoph

    Antworten
  4. Florian

    Ich finde rund 10kg auch ein gutes Gewicht. Nicht zuletzt spart man so auch Geld bei den Billigfliegern und muss nie wieder am Gepäckband warten.

    Antworten
  5. Pingback: How to do Work & Travel in New Zealand – sophieastic

Schreibe einen Kommentar zu Björn Weinbrenner Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.