Das MacBook Air als Reise-Laptop: Pro und Contra

Vor der Reise habe ich mir ein MacBook Air 13“ gekauft, um es als Laptop mitzunehmen. 9 Monate habe ich das Gerät nun im Gepäck auf unserer Weltreise, Zeit für ein erstes Résumé. Im Folgenden möchte ich Vorteile und Nachteile auflisten, die beim Kauf eines Laptops bzw. Ultrabooks helfen können.

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Mein ständiger Begleiter ist nicht der Hund, sondern der Laptop. Originalbild: https://www.flickr.com/photos/liverpoolhls/10835558164 (Lizenz CC BY 2.0)

Pro: Stabilität

Das MacBook hat ein Aluminiumgehäuse. Das macht das Gerät sehr stabil. Ich habe nie Angst, dass das Gerät Schaden nehmen könnte. Unterwegs steckt der Laptop in einer Neoprenhülle von be.ez und in einem Rucksack. Geräte mit Plastikgehäuse sind mit höherem Risiko den Reisestrapazen ausgesetzt. Wenn der Laptop mit vielen anderen Sachen in einem vollen Rucksack steckt, wird schnell Druck darauf ausgeübt. Darüber muss ich mir kaum Gedanken machen.

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Härtetest bestanden: 3 Tage Satteltasche auf einer Fahrradtour durch Laos

Pro: Verarbeitung

Das Gerät ist super durchdacht und mein Exemplar weist auch nach monatelanger Benutzung keine Mängel auf. Besonders toll ist der magnetische Netzstecker, der vor einem Schaden schützt, wenn man übers Kabel stolpert oder versehentlich am Kabel zieht.

Die Tastatur hat einen guten Anschlag, das Touchpad reagiert super zuverlässig und der Bildschirm ist angenehm hell. Alles top!

Pro: Gewicht

Vor einiger Zeit war das noch ein Hauptargument für das MacBook Air. Doch die Konkurrenz hat mächtig aufgeholt. Ich empfinde das Gewicht von 1,4 kg als angenehm, aber es gibt bereits einige leichtere Notebooks. Tinas Laptop, ein Toshiba, wiegt nur 1,1 kg und einige Ultrabooks von Sony wiegen nur 800 g. Wichtig: Je leichter, desto weniger stabil sind Ultrabooks (siehe oben).

Neutral: Preis

Bevor ich mich intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt habe, dachte ich, dass das MacBook im Vergleich zu anderen Geräten vergleichbarer Leistung und Qualität höherpreisig wäre. Das ist falsch. Denn bei der Suche nach guten Geräten, vor allem über Testergebnisse, war das MacBook Air eines der günstigeren. Für Testsieger muss man nämlich schnell über 1000 Euro hinblättern. Das sollte man nicht durcheinanderbringen mit den Lockangeboten der Elektronikmärkte. Qualität hat nun mal seinen Preis. Klar ist aber auch: Wer weniger anspruchsvoll ist, kann deutlicher weniger ausgeben.

Ich habe mir das günstigste Modell des MacBook Air 13“ gekauft.

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Auch unterwegs sehen, wie die eigene Mannschaft Weltmeister wird… unbezahlbar!

Pro: Akkuleistung

Wenn ich ein paar Stunden unterwegs bin und in einem Café arbeite, nehme ich kein Netzteil mit. Der Akku hält 8-9 Stunden durch. Hier ist Apple der Konkurrenz voraus. Nach fast einem Jahr hat die Leistung zudem nicht nachgelassen, obwohl ich das Notebook täglich benutze.

Das MacBook Air hat übrigens eine SSD-Festplatte. Diese ist generell energiesparender. Eine SSD sorgt auch in anderen Laptops für eine bessere Akkuleistung. SSDs haben zudem eine höhere Geschwindigkeit als herkömmliche Festplatten und können Erschütterungen besser ab. Perfekt für die Reise.

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Zu jeder Tageszeit im Einsatz.

Neutral: OSX Betriebssystem

Das Betriebssystem auf dem AirBook heißt OSX und die meisten Anwender lieben es. Trotzdem sind zwei Dinge sehr wichtig.

Für OSX gibt es sehr viel Software und die wenigsten Benutzer vermissen ein Tool. Aber es kann sein, dass ein Programm nicht für OSX existiert und das sollte man sich vor dem Kauf überlegen. Tina ist ein gutes Beispiel. Sie verwendet ein professionelles Übersetzungstool, das nur unter Windows läuft. Für sie war ein AirBook keine Alternative. Zwar gibt es Möglichkeiten, Windows-Programme auf einem MacBook Air auszuführen, dass macht aber keinen Sinn, wenn es Programme sind, die man täglich nutzt.

Das MacBook ist in der Bedienung anders als ein Windows-Laptop. Einige Tasten fehlen und stattdessen muss eine Tastenkombination angewendet werden. Alles kein Problem, aber man sollte sich dessen bewusst sein und sich schon ein paar Wochen vor der Reise mit dem Gerät vertraut machen, falls man noch nie einen Mac oder ein MacBook besessen hat.

Pro: Zubehör auf Reisen

Wer auf Reisen Zubehör benötigt, z.B. weil das Netzteil abhanden gekommen ist, der hat es leicht. Geschäfte mit einem großen Apfel sind leicht zu erkennen und selbst in Kleinstädten präsent.

Neutral: Style

Ich mag das Design und habe mich noch nicht satt gesehen an meinem Liebling. Aber gefühlte 50 % aller Reisenden und digitalen Nomaden haben ein MacBook Air. Es ist also nichts Besonderes.

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Laptops und Kaffee, eine häufig anzutreffende Kombination in modernen Cafés. Hier Toshiba und MacBook in Taiwan.

Fazit

Der Beitrag soll keinesfalls in die Kerbe hauen, dass Mac besser als Windows ist. Darüber können sich gerne andere auslassen. Ich will lediglich meine Erfahrungen teilen und mit einigen Aspekten beim Kauf helfen. Wie man sich nach den vielen positiven Punkten denken kann, würde ich mich jederzeit wieder für das Gerät entscheiden. Einen Negativpunkt habe ich nicht gefunden.

Hier geht es zum MacBook Air auf Amazon.

Nachtrag 06.10.2015

Mir ist vor ein paar Tagen der Display meines MacBooks kaputtgegangen. Zu Hause, also nicht auf Reisen. Das kann natürlich mit jedem Gerät passieren, da aber beim MacBook Air der Display nur komplett ausgetauscht werden kann, ist das verhältnismäßig teuer. Günstigster mir bekannter Anbieter sind die Displayengel (300 Euro). Ich selbst habe in Berlin jemanden gefunden, der mir innerhalb von einer Stunde den Display ersetzt (425 Euro). Mein Rat an alle: passt auf euer MacBook auf! Gerade auf einer Reise kann man diese hohen Kosten und die Mühe, einen Anbieter zu finden, nicht gebrauchen.

4 Kommentare zu „Das MacBook Air als Reise-Laptop: Pro und Contra

  1. Herr Michael

    Habe ja vor kurzem auch auf das Air gewechselt. Ein wunderbares Gerät. Kann alles unterschreiben, was du hier geschrieben hast. Rennt wie geschnitten Brot, ist wunderbar verarbeitet und sieht einfach zeitlos schön aus. Top Industriedesign sag ich mal. Approved by Dieter Rams ;).

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  2. Jens

    Netter Beitrag,

    selber reise ich mit dem 11 Zoll Air und auch meine Weltreise von 12 Monaten hat das Teil super hinter sich gebracht! Ich kann es nur empfehlen, aber auch auf einen Hintergrund, den du nicht erwähnt hast.

    Ich habe viele, nein sehr viele Reisende getroffen, die nach 4-6 Monate mit einen WINDOWS Rechner Probleme bekommen haben. Nicht wegen der Qualität der Hardware, sondern viel mehr mit der Software. Ich bin 2008 in Afrika auf Mac umgestiegen und mich erst nach drei Monaten mit der Software versöhnt 🙂 Die Umsteigezeit war schon etwas nervig, vorallem wenn ich tagsüber am WIN-Rechner sitze.

    Wie gesagt, jeder kennt das, dass ein WIN-Rechner irgendwann vom Betriebssystem versaut ist, dazu kommen die netten angrieffe auf das System, besonders wenn man auf Reisen ist und über Websites stolpert, die mal verseucht sind. Auch das Austauschen von Dateien (Musik/Filme) 😉
    Aus diesem Grund ist der wirklich größte Vorteil das Betiebssystem! Es ist niemals abgestürzt oder hatte sonstige Probleme! Und genau das macht den Mac zum perfekten Langzeitreisebegleiter!!

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  3. Chris | Wolfsgezwitscher

    Ein zeitloser Artikel, besten Dank! Auch Jahre später treibt mich die gleiche Kaufentscheidung um. Ich bin eher fasziniert von deinen Reiseländern mit dem Macbook. Hauptargument für mich gegen das Gerät ist nämlich die „Hilfe! Die Wertsachen“ Paranoia. Meinen Acer Laptop kann ich ohne Probleme in günstigen Hostels liegen lassen. Den möchte niemand klauen und selbst wenn, dann wäre der Schaden verkraftbar. Neues Macbook dagegen weg – nicht so gut. Das wäre ein Argument für einen günstigen Laptop.

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