Chiang Rai: Weißer Tempel und wilde Affen

Auf unserem Weg von Chiang Mai Richtung Laos haben wir einen Zwischenstop in der Stadt Chiang Rai im Norden Thailands eingelegt. Zwei Tage haben wir hier verbracht.

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Untergekommen sind wir im Guesthouse Grandma Kaew, das uns gut gefallen hat. In der Stadt selbst haben wir nicht so viel Zeit verbracht. Wir haben uns den Clock Tower angesehen und haben drei mal gut gegessen. Die meiste Zeit haben wir aber auf einem Tagesausflug mit dem Motorroller verbracht.

Wat Rong Khun – der weiße Tempel

Der weiße Tempel Wat Rong Khun liegt 13 km vom Stadtzentrum entfernt in südwestlicher Richtung. Die Farbe weiß ist höchst ungewöhnlich für einen thailändischen Tempel, die übliche Farbe ist gold. Allein das macht die Tempelanlage zu etwas Besonderem und das viele Weiß erstrahlt förmlich.

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Gegen die weiße Farbe gab es anfangs Widerstand in der Bevölkerung. Aber nicht nur die Farbe provoziert, auch die vielen skurrilen Statuen sind eher außergewöhnlich.

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Affentempel Wat Tham Pla

Affen finde ich super. Seit mir im Monkey Forest in Ubud auf Bali ein Affe auf dem Kopf (Beweisfoto gibt es hier) saß und ich seine süße, kleine, ledrige Hand berühren konnte, bin ich totaler Affenfan.

Das Erlebnis aus Bali wollte ich gerne wiederholen und daher fuhren wir zum Tempel Wat Tham Pla, wo es jede Menge Affen gibt, die auf dem Tempelgelände zu Hause sind. Der Tempel ist ca. 50 km von Chiang Rai entfernt.

Am Tempel angekommen fanden wir die ersten Affen recht schnell. Um die Affen füttern zu können, kauften wir Erdnüsse und Bananen für ein paar Baht. Mit dem Futter bekamen wir direkt Aufmerksamkeit. Nachdem ich meine ersten Erdnüsse verfüttert hatte, wollte ich einen Affen streicheln. Keine so gute Idee. Erst jetzt bemerkte ich, dass neben uns ein Mann mit einem Stock stand. Die Affen sind wild und es kommt vor, dass sie Besucher attackieren. Unsere Fütterung wurde also praktisch abgesichert.

Trotzdem war es ein großer Spaß. Erdnuss für Erdnuss bedienten wir die Affen. Die Handbewegung, mit der sie Erdnüsse nahmen, ist die gleiche, wie wir Menschen sie machen. Gezielt griffen sie zu, während sie mit den anderen Gliedmaßen am Felsen hingen. Beeindruckend war, wie schnell ein Affe eine Banane schält. In einer Sekunde war die Schale entfernt.

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Auf dem Gelände befinden sich zwei Höhlen, die besichtigt werden können. Auf dem Weg zur zweiten Höhle haben wir die Affen in einem anderen Licht gesehen. Auf dem engen Treppenaufgang versuchten sie zweimal, an unsere Rucksäcke zu kommen. Zugegeben, dort war dummerweise auch Beute drin (= eine halbe Packung Chips). Der Affenspaß war erstmal dahin, denn wir konnten die Gefahr eines richtigen Angriffs nicht einschätzen. Es sind letztendlich wilde Tiere. Das hatten wir ganz vergessen.

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Unter dem Affen hing noch ein kleines Affenbaby. Das hielt die Mutter nicht davon ab, auf Tinas Rucksack zu springen.

Auf dem Rückweg durften wir dann noch eine weitere Erfahrung machen. Aktuell ist Regenzeit in Südostasien. Es regnet fast täglich, oft aber nur für eine kurze Dauer. Bisher haben wir das meist von drinnen beobachten können und da die Temperaturen wesentlich erträglicher geworden sind als in den Wochen zuvor, begrüßen wir diese Zeit sogar. Auf unserer Rückfahrt mit dem Roller wurden wir allerdings klatschnass. Jetzt wissen wir, wie sich das für die Einheimischen anfühlt, die sich zu einem Großteil mit dem Motorroller fortbewegen.

Weiterreise nach Laos

Wie es für weiterging, hat Tina im Artikel Über die Grenze von Thailand nach Laos beschrieben. Wer selbst auf dieser Route unterwegs ist, sollte den Artikel genau lesen, denn es sind einige wertvolle Tipps enthalten, wie man Zeit, Geld und Nerven sparen kann.

3 Kommentare zu „Chiang Rai: Weißer Tempel und wilde Affen

  1. Katrin

    Wow, der weisse Tempel sieht fast unecht aus – so als wäre man in Disneyland… den würd ich auch gern mal in echt sehen…

    Antworten
  2. Pingback: Der Bergort Matheran: Toy Train, Pferde und ganz viel Ruhe - Björns Reiseblog

  3. Pingback: Die schönsten Ziele & Routen in Thailand » Faszination Südostasien | Faszination Südostasien

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