Auf Schatzsuche: Mit einem Metalldetektor an den Stränden Australiens

50 Things to do once in a lifetime…

An Weihnachten kam uns die Inspiration zu dieser Idee. In dem kleinen Päckchen auf unserem Gabentisch verbarg sich eine kleine Blechdose mit 50 Dingen, die man im Leben einmal gemacht haben sollte. Unter anderem mit einem Metalldetektor nach Schätzen suchen.

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Da unsere Australienreise über weite Teile an der Küste entlang führte und wir dort einige Strände besuchen würden, könnten wir ja quasi im Vorbeifahren den ein oder anderen Piratenschatz heben. So der Plan.

Während unserer Zeit in Sydney bestellte ich einen “Metalldetektor im Internet“. Wenn man auf Reisen ist und einem bestimmten Zeitplan folgt, muss man für das Online-Shopping Nerven haben. Der Detektor kam erst am letzten Tag unseres Aufenthalts an, quasi 2 Stunden bevor wir Sydney verließen. Aber das war schnell vergessen, denn eine goldene Zukunft lag vor uns. Oder silberne, der Metalldetektor sollte auf diverse Metalle reagieren.

Und Action!

Bereits auf dem ersten Campingplatz machten wir uns mit dem Gerät vertraut. So richtig verstanden wir die drei Drehknöpfe und den kleinen roten Knopf bis zum Ende nicht, aber wir bekamen es hin, dass der Detektor laut summte, wenn sich die Scheibe am unteren Ende über einem metallischen Gegenstand befand.

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Bereits hier konnten wir die ersten Schätze bergen. Während der nächsten Wochen wurden wir zu regelrechten Profis. Kaum eine Suchaktion endete ohne neue Artefakte in unserer Schatzkammer.

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Ende der Suche und Inventur

In Cairns haben wir unseren Campervan abgegeben. Das bedeutete auch, dass wir den Metalldetektor wieder loswerden wollten, denn für unsere Rucksäcke war er zu groß. Es wurde also Zeit für eine Inventur.

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Zu oberst unser größter Schatz: Der Erdnussdosendeckel von „Short Jack Silver“ aus dem frühen 19. Jahrhundert. Darunter weniger bekannte Schätze, von denen einige aus der Beute des Piraten „Otterbarts“ stammen könnten. In der unteren Reihe die vollständige Silberringsammlung von „Beckham der Rote“, dem berüchtigten Anführer der „Wilden 14“.

Na gut, jetzt mal Schluss mit dem Seemannsgarn und Butter bei die Fische. Ursprünglich hatten wir wirklich ambitionierte Ziele und dachten, die ein oder andere Münze (gerne auch 21. Jahrhundert) finden zu können. Schnell stellte sich aber heraus, dass Getränkedosendeckel die Hauptkategorie unserer Fundstücke sein würden. Wir haben uns dieser Situation schnell angepasst und große Freude empfunden, auch wenn es nur ein Deckel war. Es war ein großer Spaß, wenn einer von uns „hier ist was!“ rief und der andere mit dem Schäufelchen beim Ausgraben half.

Noch ein paar Worte zum Detektor. Da klar war, dass wir den Metalldetektor nur vier Wochen behalten wollen, haben wir ein sehr günstiges Modell gekauft. Das hat sich auch in der Reichweite niedergeschlagen. Wäre wirklich einmal eine Münze im Sand unter uns gewesen, so hätte diese sich wahrscheinlich dicht unter der Oberfläche (< 10 cm) befinden müssen, damit der Detektor sie erkannt hätte. Wer es also ernst meint mit der Schatzsuche, der sollte ein höherpreisiges Gerät kaufen.

Den Detektor haben wir in Cairns in einem Op-Shop (= flohmarktartiger Laden, der von einer Wohltätigkeitsorganisation betrieben wird) abgegeben, also gespendet. Die Betreiber haben sich sehr gefreut.

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Ein Kommentar zu „Auf Schatzsuche: Mit einem Metalldetektor an den Stränden Australiens

  1. Kai

    Sehr schöner Bericht.
    Solltet Ihr mal im Norden – Deutschlands sein, dann schreibt mich mal an.
    Dann gehen wir gemeinsam auf ne Tour. 😉 Mit Profigeräten!

    Grüße
    Ringf. der Ostsee

    Antworten

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