3 Tage in Berlin

Noch kurz vor unserer USA-Reise waren wir ein paar Tage in Berlin. Anlass war eine Familienfeier am Samstag. Wir sind aber schon eher angereist, um mehr von der Stadt mitzubekommen.

Unterkunft

Die letzten Male in Berlin haben wir im Backpacker Berlin in Friedrichshain übernachtet. Das hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Lage ist gut, denn man ist nicht weit weg vom Nacht- und Gastronomie-Leben der Simon-Dach-Straße oder am Boxhagener Platz, aber weit genug weg, um seine Ruhe zu haben.

Das Hostel befindet sich auf zwei Etagen. Wir waren immer auf der oberen Etage in einem großen Doppelzimmer. Das Bad oben ist aber nicht so ansprechend wie das im Untergeschoss, so dass ich ein Zimmer unten empfehlen würde.

Ein Hotel, was mich anspricht, in dem ich aber noch nicht übernachtet, sondern nur gegessen habe, ist das Michelberger Hotel.

Für Vegetarier interessant ist das Biohotel Almodóvar, auch hiermit habe ich allerdings keine Erfahrungen.

Anreise

Bei der Anreise stellen wir die Vorzüge einer Online-Buchung bei der Deutschen Bahn fest. Denn unser Zug fährt an diesem Vormittag störungsbedingt nicht über Essen, wo wir zusteigen wollen. Das ist natürlich bescheiden. Dass wir aber darüber per E-Mail informiert werden ist sehr gut, denn so können wir reagieren, einen Regionalzug als Zubringer nehmen und in Dortmund zusteigen. Ab dann ist alles wieder wie geplant.

Außerdem haben wir für 5 € Aufpreis Tickets für die 1. Klasse. Sehr gemütlich!

Wäschereiningung

Ich brauche am übernächsten Tag ein gebügeltes Hemd. Meins ist nach der Bahnfahrt im Koffer ein bisschen verknittert. Wir suchen daher nach dem Check-In im Hostel die Kleenothek an der Warschauer Straße 17 auf. Vorher rufe ich kurz an, um zu fragen, wie lange das dauert. Am nächsten Tag soll es fertig sein. Super! Falls ich nochmal per Zug anreise und vor einer Veranstaltung genug Zeit habe, dann plane ich von vornherein das Bügeln-Lassen vor Ort mit ein.

Mittagessen und East Side Gallery

Wir essen im Warschauer Pakt auf der Warschauer Straße in Friedrichshain zu Mittag. Hier gibt es leckere Speisen und die meisten davon sind vegetarisch. Und preiswert. Zum Nachtisch noch leckeren Kaffee.

Anschließend legen wir uns an der East Side Gallery auf die Wiese und genießen das gute Wetter. Die East Side Gallery besteht aus originalen Mauerteilen, die kurz nach der Wende von internationalen Künstlern gestaltet wurden. Insgesamt 100 Kunstwerke sind entstanden, die zwischenzeitlich restauriert wurden. Mein Lieblingskunstwerk ist der Sozialistische Bruderkuss, dass auch als Bild im Café Warschauer Pakt hängt.

Rückseite der East Side Gallery

Wir machen uns auf und wollen Richtung Alex laufen. Schon mal vorweg: Die Idee ist blöd, der Weg ist viel zu lang. Aber auf dem Weg kommen wir am Pirates Berlin – Captains Beach vorbei, einer Strandbar. Hier ist richtig was los, die Leute sitzen an der Spree, treiben Sport, sonnen sich oder trinken Cocktails.

Vom Alex geht es dann wieder zurück Richtung Friedrichshain wo wir eine Freundin treffen, um mit ihr den Abend zu verbringen. Wir essen bei Yogi-Snack, einem Inder auf der Simon-Dach-Straße. Anschließend wechseln wir die Straßenseite und trinken noch was in der Dachkammer. Wir setzen uns ins Obergeschoss, wo ein DJ Lounge-Musik auflegt. Das Ambiente mit alten Möbeln und Sofas gefällt mir. Die Simon-Dach-Straße gehört zu den bekannten Gastro-Meilen und hat für jeden Geschmack was dabei.

Fahrradverleih und Frühstück

Wir leihen uns Fahrräder am Boxhagener Platz an einem Kiosk. Der Berliner Einheitspreis (so scheint es uns zumindest) beträgt 10 € pro Tag. Wir lassen die Räder nochmal aufpumpen. Die Verleiher sind kulant was die Rückgabe betrifft, denn wir müssen die Räder erst um 2 Uhr am nächsten Morgen zurückbringen.

Wir fahren mit dem Rad zum Passenger Espresso an der Oppelner Straße, wo wir unseren ersten anständigen Kaffee des Tages trinken. Lecker. Außerdem kann man geröstete Bohnen für die heimische Kaffeemaschine bekommen. Ein richtiges Frühstück nehmen wir privat ein.

Tempelhofer Park

Wir fahren mit dem Rad durch den Görli (Görlitzer Park), am Landwehrkanal entlang, durch den Volkspark Hasenheide zum ehemaligen Flughafen Tempelhof. Das Flughafengelände wird seit 2010 im Rahmen des Projekts Tempelhofer Freiheit als öffentlicher Park genutzt. Es macht Spaß hier herumzufahren, denn die alten Start- und Landebahnen sind noch gut erkennbar.

In dem Park gibt es einige ökologische Gartenprojekte. Hier geht es alternativ zu. Pflanzen wachsen in Hochbeeten aber auch in ausrangierten Schuhen oder Badewannen. Möbel und Verschläge sind selbst gezimmert. Statt der Deutschlandfahne weht hier ein Peace-Zeichen.

Wir legen uns erstmal in die Sonne und verbringen so einige Zeit.

Abendessen und Rooftop-Erlebnis

Wir essen im Restaurant Nil an der Oppelner Straße. Lecker! Warm ist es auch und wir können draußen sitzen.

Danach fahren wir zum Alex. Dort kam man auf dem Dach des Park Inn Hotels den Sonnenuntergang erleben. Hier hat man eine sensationelle Sicht auf Berlin! Absolut Empfehlenswert. Der Eintritt kostet nur 3 €, dafür sind die Getränke etwas teurer.

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Danach besuchen wir noch kurz die Dachterrasse der Amona Bar. Hier geht es aber ein bisschen snobby zu. Also weiter.

Letztendlich landen wir in der Oderberger Straße in Prenzlauer Berg und zwar im Cafe Entweder Oder. Hier kann man auch gut frühstücken, was wir bei einem vorherigen Besuch der Stadt gemacht haben.

Wir sind immer noch mit dem Rad unterwegs und fahren von Prenzlauer Berg nach Friedrichshain über die Danziger Straße zurück. Das dauert 20 Minuten und die Strecke ist nicht schön. Aber Fahrradfahren macht einfach Spaß!

Weitere Tipps

Hamburger Bahnhof

Der Hamburger Bahnhof ist ein Museum für Gegenwartskunst. Diesmal haben wir den zwar nicht besucht, er ist aber immer eine Empfehlung wert. Er liegt direkt am Hauptbahnhof, so dass sich der Besuch gut mit der Abreise per Zug kombinieren lässt.

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Museum für Fotografie – Helmut Newton Stiftung

Dieses Museum ist ein Muss für Fotografie-Fans. Hier sind sowohl Bilder des Meisters als auch wechselnde Ausstellungen zu bewundern.

Scotch & Sofa

Cocktaillounge in Prenzlauer Berg. Gemütliches Ambiente und Cocktails ab 5 €.

Kurfüstendamm

Kein Geheimtipp, aber durch die Popularität von Berlin-Mitte ist der Kudamm ein bisschen in Vergessenheit geraten. Ich bin immer wieder beeindruckt vom Mercedes-Stern auf dem Europacenter, den ich zuerst im Film Wir Kinder vom Bahnhof Zoo gesehen habe. Am Kudamm liegt auch das Hard Rock Cafe. Trotz vieler Besuche in vielen Städten würde ich mir nie ein T-Shirt davon kaufen, aber ich liebe es, die vielen Artefakte der Musikgeschichte anzusehen.

Ach ja, und shoppen kann man hier natürlich auch 😉

Flohmärkte

Sonntags finden die Flohmärkte am Mauerpark (Prenzlauer Berg) und am Boxhagener Platz (Friedrichshain) statt.

Hier gibt es eine Übersicht: http://www.berlin.de/special/shopping/flohmaerkte/.

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3 Kommentare zu „3 Tage in Berlin

  1. Mady

    Ich kann für Berlin immer wieder den PANORAMAPUNKT am Potsdamer Platz empfehlen.
    Ein herrlicher Ausblick über Berlin und mit dem schnellsten Aufzug Europas gehts nach oben auf die Aussichtsplattform, wo auch ein gemütliches Café ist.

    Vielleicht wäre das ja auch was für Euren nächsten Besuch?! :o)

    http://www.panoramapunkt.de

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